24 September 2016

[Rezension] Die 5. Welle - Rick Yancey

4 DREAMS left | leave a DREAM


Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...


Titel: Die 5. Welle | Autor: Rick Yancey | Übersetzer: Thomas Bauer |  
ISBN: 978 - 442- 31334 - 1 |  Bei Goldmann kaufen  



Ich lese ja ganz gerne mal Entzeitbücher, die dann auch gerne ein bisschen gruselig sein dürfen (Zombies und Aliens können ja gruselig sein^^). Deswegen, und weil ich nur gutes gehört habe, hab ich mich ziemlich auf die 5. Welle gefreut. Enttäuscht wurde ich nicht, allerdings konnte das Buch mich auch nicht völlig überzeugen.

Das Buch beginnt damit, dass Cassie sich alleine durch die Wildnis kämpft und überlegt, ob sie der letzte Mensch auf Erden ist. Dann gibt es erst einmal einige Rückblenden und sie erzählt von den vier Wellen, die so ziemlich die gesamte Bevölkerung getötet haben, und wie sie diese jedoch überleben konnte. Dabei gibt es immer wieder einen Wechsel zwischen der aktuellen Situation und der Rückblende, was dem Buch durch die Unterbrechungen eine gewissen Spannung verleiht.
Neben Cassie gibt es auch noch einen weiteren Erzähler, Zombie, der in einem Militärlager dazu getrillt wird, "die Anderen" zu töten.

Generell hat das Buch sehr viel Potential. Die Tatsache, dass die die Anderen, die Aliens, aussehen wie Menschen, sorgt dafür, dass man theoretisch niemandem trauen kann. Leider trifft Cassie von diesen aber sehr sehr wenige und so geht hier schon mal einiges an Grusel und Spannung verloren. Außerdem wird ihre Geschichte, nachdem sie Evan getroffen hat, sehr schnell sehr sehr kitschig und damit konnte ich dann auch meine letzte Hoffnung auf nervenzereißende Spannung begraben. Und ja, für einen Entzeitroman war mir das irgendwann ein bisschen zu sehr Twilight. Ein bisschen weniger und ich wäre damit mehr als einverstanden gewesen. Dazu bahnt sich am Ende auch noch eine eine Dreiecksgeschichte an, die vermutlich in den nächsten Bänden noch ausgelebt wird - ich hoffe nicht.
Doch trotz allem waren die Kapitel aus Cassie Sicht unterhaltsam und noch spannend genug, dass man immer wissen wollte, wie es weiter geht. Außerdem war Cassie als Erzählerin so super sarkastisch und witzig, dass sie mir schnell ans Herz gewachsen ist und man ihre Kapitel auch einfach super schnell lesen konnte.

Die Geschichte mit Zombie als Hauptperson hat mich weniger mitreißen können. Ich fand einfach den Militärteil nicht so interessant, sodass mich seine Ausbildung nur mittelmäßig interessiert hat. Erst nachdem diese zu Ende war und es ein paar mehr oder weniger überraschende Wendungen gab, konnte mich auch sein Teil begeistern. Das Ende der Geschichtem in dem beide Handlungsstränge zusammenlaufen, hat mir ziemlich gut gefallen. Auch wenn selbstverständlich nicht alle Fragen geklärt wurden, ist das Buch doch recht abgeschlossen und lässt einem nur an einem Punkt im Unklaren (der mich aber gar nicht so wurmt^^).






Ein unterhaltsamer Entzeitroman, der für mich noch ein bisschens spannender und weniger kitschig hätte sein dürfen. Trotzdem konnte mich die Idee und die Figuren überzeugen, weswegen ich mich auf die Folgebände freue.
Wer gerne Entzeitromane liest, in denen es auch mal etwas kitschig zugehen darf, für den ist "die 5. Welle" genau das richtige. Wer eher auf gruselige Aliens und nervenaufreibende Spannung steht, sollte ein anderes Buch wählen (Dark Inside zum Beispiel ;)).

Stil: ♥♥♥♥ ♥| Charaktere ♥♥♥♥ | Humor: ♥♥ | Gefühl: ♥♥♥♥ | Spannung: ♥♥♥ | Kreativität: ♥♥♥♥♥

4 Dreamcatcher

22 September 2016

[TTT] 10 Bücher die älter sind als 5 Jahre

20 DREAMS left | leave a DREAM

Jetzt muss ich erst mal rechnen, welches Datum gemeint ist :D Mal schauen, was ich so finde, versuche heute mal ein paar Bücher zu wählen, die ich sonst nicht nehme ;) Wer auch mitmachen möchte, schaut am besten mal bei Steffi vorbei :)

10 Bücher, die älter sind als 5 Jahre


Eragon - 2005
Nijura - 2006
Bis(s) zum Morgengrauen - 2006 
Priester - 2007
Die Sturmkönige - 2008
Rubinrot - 2009

So, ich hab jetzt mal ein paar Bücher ausgesucht, die ich sonst eher selten in meinem TTT auftauchen. Trotzdem denke, ich dass die Bücher auch bei einigen andereren auftauchen werden. Hättet ihr gedacht, dass Panem oder Rubinrot schon so alt ist? :O

Was haltet ihr von meinen Büchern? Könnt ihr das Erscheinungsdatum eurer Bücher gut einschätzen?

21 September 2016

[Jahr des Taschenbuchs] Die Auslese, nichts vergessen und nie vergeben - Joelle Charbonneau

2 DREAMS left | leave a DREAM


























Auch diesen Monat stelle ich euch wieder ein Buch für das Jahr des Taschenbuchs vor. Die nächsten Monate weiß ich nicht, ob ich dann noch mitmachen kann, bin leider gerade ziemlich knapp bei Kasse.


Titel: Die Auslese | Autor: Joelle Charbonneau | Übersetzer: Marianne Schmidt | ISBN: 978-3-7645-3118-8
Bei Penhaligon kaufen  

Cia Vale ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an der Akademie von Tosu City aufgenommen worden. Und obwohl die Regierung ihnen ein Medikament verabreicht hat, das alle Erinnerungen an das brutale Auswahlverfahren der »Auslese« löschen soll, hat Cia nichts vergessen – weder die schrecklichen Todesfälle noch ihre Liebe zu Tomas.

Ab sofort kennt sie nur noch ein Ziel: die »Auslese« zu beenden, indem sie dafür sorgt, dass die ganze Welt die grausame Wahrheit erfährt. Doch damit bringt Cia nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die sie liebt, in größte Gefahr ...


Warum habe ich dieses Buch gekauft?
Weil ich doof bin :D Ja, das muss man wohl so sagen, weil das immerhin der zweite Band der Reihe ist und ich nicht mal den ersten kenne. Immerhin hab ich den ersten Band auf englisch auf dem kindle, also ist es nicht sooo schlimm. Allerdings hätte ich mir eigentlich wirklich gerne den ersten Band gekauft und damit angefangen^^
Warum ich mich aber für die Reihe interessiere: Ich lese gerne ab und zu Dystopien und so war es klar, dass ich auch dieser hier nicht vorbei kommen würde.

Kennt ihr das Buch schon? Könnt ihr es mir empfehlen?

18 September 2016

[Rezension] Stimmen - Ursula Poznanski

0 DREAMS left | leave a DREAM



Menschen, die wirr vor sich hinmurmeln. Die sich entblößen, Stimmen hören: Die Psychiatriestation des Klinikums Salzburg-Nord ist auf besonders schwere Fälle spezialisiert. Als einer der Ärzte ermordet in einem Untersuchungsraum gefunden wird, muss die Ermittlerin Beatrice Kaspary versuchen, Informationen aus den Patienten herauszulocken. Aus traumatisierten Seelen, die in ihrer eigenen Welt leben. Und nach eigenen Regeln spielen...

Titel: Stimmen | Reihe: Kaspary & Wenninger | Autor: Ursula Poznanski | ISBN: 978-3-8052-5062-7 | Bei Rowohlt kaufen  



Dieses Buch ist bei mir im Rahmen des "Jahr des Taschenbuchs" eingezogen. Es passt nicht zu meinem Beuteschema, aber ich hatte einfach mal Lust auf etwas anderes. Und das Thema spricht mich ja auch ziemlich an.

Beatrice und ihr Partner Florin müssen sich in ihrem dritten Fall mit Morden in einer Nervenklinik beschäftigen. Der Fall beginnt damit, dass ein Arzt ermordet wurde. Doch warum? Alle schienen den Toten gemocht zu haben, Kollegen wie Patienten. Bea verbringt deswegen viel Zeit in der Klinik und lernt die Patienten kennen, vor allem mit Jasmin, eine traumatisierte Frau, die offensichtlich nichts von ihrer Umwelt wahrnimmt. Doch nimmt sie wirklich nichts wahr? Wieso hat sie dann den Toten mit Plastikmesser dekoriert? Und wie passt es zusammen, dass noch mehr Leute in der Klinik ermordet werden?

Generell konnte mich das Buch über weite Teile unterhalten. Dass Setting hat mich sehr interessiert, auch wenn die Einblicke in den Alltag einer Nervenklinik relativ kurz geblieben sind. Auch der Fall war gut und so aufgebaut, dass eine kontinuierliche Spannung vorhanden war, jedoch ist das Buch für mich kein Thriller, sondern ein ganz klassischer Krimi. Es war nicht besonders brutal oder gruselig und konnte deswegen auch gut nachts gelesen werden ;)

Etwas gestört hat mich, dass das Privatleben der Kommissarin sehr im Mittelpunkt stand und Bea auch eine ziemlich jammernde Art hat. So ist sie zum Beispiel davon überzeugt, dass sie nicht glücklich sein darf, denn immer, wenn sie glücklich ist, passiert irgendetwas schlimmes. Gleichzeitig sind da natürlich Gefühle für ihren Partner im Spiel und für einen Krimi oder Thriller wird es stellenweise ziemlich kitschig. Generell mochte ich Bea als Kommissaren wirklich gerne, jedoch war mir ihre private Geschichte ein bisschen zu klischeehaft.

Auch muss ich sagen, dass das Buch am Ende auf mich unglaubwürdig wirkte. Damit ich euch nicht spoiler, kann ich eigentlich nur sagen, dass mir der Masterplan des Täters am Ende einfach viel zu konstruiert wirkt. Ansonsten war die Auflösung für mich zufriedenstellend, auch wenn ich zumindest im Gefühl hatte, wer der Täter sein könnte. Nur das Warum war mir bis zur Auflösung ein Rätsel.






Mein erstes Buch der Reihe und mein erster Krimi (ja, ich bleibe dabei, dass es ein Krimi ist) von Ursula Poznanski. Obwohl mir das Wissen der vorherigen Bücher gefehlt hat, konnte ich der Geschichte gut folgen. Der Fall konnte mich ebenfalls unterhalten und besaß einige überaschende Wendungen, jedoch wirkte das Ende auf mich zu konstruiert. Trotz allem möchte ich auch die anderen Bände der Reihe lesen, da mich Schreibstil und Kommissare überzeugen konnte.


Stil: ♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥ | Humor: ♥♥ | Gefühl: ♥♥♥ | Spannung: ♥♥♥ | Kreativität: ♥♥♥
3 Dreamcatcher