02 Dezember 2017

[Dies und das] Monastgeplauder November - Die Zeichen stehen voll auf Ref

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Nach über einem Monat Blogpause, da wirklich viel angstanden ist und ich quasi 24/7 gearbeitet habe, bin ich jetzt mal wieder da ;)



Was war so los bei mir?



Im Referendariat
Seit September bin ich nun im eigenverantwortlichen Unterricht. Das heißt, ich bin alleine in meinen Klassen. Das hat Vorteile, da man eben nicht ständig beobachtet wird und einfach nicht jede Stunde perfekt sein muss. Gleichzeitig macht es einen gewaltigen Unterschied, ob der Klassenlehrer in der Klasse ist oder nicht und ich musste mit den Kindern erst mal ein paar grundsätzliche Regeln erarbeiten. Das Befolgen der Regeln klappt aktuell mal besser und mal schlechter. Die kleinen schaffen es teilweise noch nicht, einfach mal ruhig auf ihrem Platz zu sitzen (und bei ihnen gebe ich nur Strafarbeiten, wenn es unbedingt sein muss...), die größeren sind schon so vorpubertär, dass sie ebenfalls ziemlich nerven können^^
Abgesehen davon gibt es im Ref so viel zu tun, dass ich wirklich gerade Wochen hinter mir habe, in denen ich von morgens bis nachts durchgängig gearbeitet habe. Maximum waren Pausen für Essen und schlafen. Ohne dieses Pensum hätte ich die Arbeit nicht geschafft. Dafür, dass man uns im Studium ständig vor Burnout gewarnt hat, finde ich es echt bedenklich, dass das Ref so voller Termine, Fristen und Aufgaben ist, dass man sich nicht mal einen freien Sonntag gönnen kann.


Im Bücherregal
Hier war ziemlich tote Hose, da ich wie gesagt, durchgängig gearbeitet habe....


Und sonst so?
Jetzt nachdem einige Pflichttermine abgearbeitet sind, geht es mir wirklich gleich besser. Bewusst habe ich mir zum Beispiel letzten Sonntag einfach mal vorgenommen nichts für die Schule zu tun. Die letzten Tage musste ich leider wieder ordentlich viel arbeiten, aber das hält mich nicht davon ab, auch mal wieder ein paar Posts zu schreiben ;)

30 November 2017

[ReRead-Rezension] Gefährliche Liebe - Suzanne Collins

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Seitdem Katniss und Peeta sich geweigert haben, einander in der Arena zu töten, werden sie vom Kapitol als Liebespaar durch das ganze Land geschickt. Doch da ist auch noch Gale, der Jugendfreund von Katniss. Und mit einem Mal weiß sie nicht mehr, was sie wirklich fühlt oder fühlen darf. Als immer mehr Menschen in ihr und Peeta ein Symbol des Widerstands sehen, geraten sie alle in große Gefahr. Und Katniss muss sich entscheiden – zwischen Peeta und Gale, zwischen Freiheit und Sicherheit, zwischen Leben und Tod.


Titel: Gefährliche Liebe | Reihe: Die Tribute von Panem | Autor: Suzanne Collins  | Übersetzer: Sylke Hachmeister / Peter Klöss | ISBN: 978-3-8415-0135-6
Bei Oetinger kaufen  


Meinung zum ReRead

Gelesen habe ich es, weil....
ich schon den ersten Band vor ein paar Wochen gelesen habe und die gesamte Reihe gerne noch mal lesen möchte.

Besonders gefällt mir...
immer wieder, dass niemand in diesem Teil mit den Hungerspielen glücklich ist. Dadurch, dass auch das Kapitol nicht begeistert ist, bekommen manche Figuren noch ein paar Sympathiepunkte. Außerdem finde ich es immer wieder gut, dass die Figuren die Arena nicht einfach so wegsstecken und man ihnen anmerkt, wie kaputt sie sind. In anderen Büchern stecken Helden ja alle Schicksalsschläge einfach so weg.

Weniger gefallen hat mir...
das Liebesdreieck. Gott sei Dank hält es sich ja in Grenzen, aber trotzdem finde ich es unnötig. Ich weiß einfach nicht, wieso so was in jedem Jugendbuch vorkommen muss.

Außerdem aufgefallen ist mir...
dass man tatsächlich beim zweiten Lesen ein paar Hinweise über die Rebellion entdeckt, die man bei beim ersten Lesen völlig übersieht.

Insgesamt bleibt meine Meinung zum Buch...
gleich. Ich mag auch den zweiten Teil total gerne und finde die neue Arena wieder total kreativ umgesetzt. Außerdem finde ich es gut, dass trotz der Ähnlichkeiten zum ersten Band alles irgendwie ein bisschen anders ist. Letztendlich  macht die Autorin auch gut deutlich, wieso sich die Rebellion immer weiter hochschauckelt und ich freue mich schon auf den Abschlussband.

10 Oktober 2017

[Kurzrezension] Der große Gatsby - F. Scott Fitzgerald

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Die Geschichte von Jay Gatsby, einem einsamen reichen Geschäftsmann, der seiner längst verlorenen Liebe nachjagt, wurde zu einem der größten Klassiker der amerikanischen Literatur. Der Roman aus dem Jahr 1925 erzählt von der Genusssucht und Langeweile der Roaring Twenties und der Sinnlosigkeit des mondänen Lebens. F. Scott Fitzgerald beschreibt auf einzigartige und authentische Weise sowohl ein Stück Zeitgeschichte als auch menschliche Tragödien. Die schlichte und zugleich poetische Sprache des Romans ist in dieser Neuübersetzung perfekt getroffen.


Titel: Der große Gatsby | Autor: F. Scott Fitzgerald | Übersetzer: Lutz-W. Wolff
ISBN: 978-3-423-13987-8 | Bei dtv kaufen



Ich weiß, viele sind von diesem Klassiker sehr begeistert und liebe vor allem die Sprache des Autors. Ich jedoch hatte nie viel mit Klassikern am Hut und so war ich schon im Vorfeld eher etwas skeptisch, wollte mich aber der Herausforderung stellen.

Insgesamt war das Buch gar nicht so schlecht. Ich habe definitiv schon viel anstrengendere Klassiker lesen müssen. Mir gefiel der Humor und die teilweise sehr schrägen Charaktere, mit denen ich ja gar nicht gerechnet hätte. Außerdem bekommt man wirklich ein sehr interessantes Bild der damaligen Zeit vermittel.
Womit ich persönlich nicht ganz so klar gekommen bin, war der Schreibstil. Ich lese ja eigentlich nur Unterhaltungsliteratur und so fiel es mir zu Beginn wirklich sehr schwer mich auf den Buch zu einzulassen. Außerdem schreibt der Autor sehr abschweifend und streut Informationen ein, die man für die Geschichte eigentlich gar nicht braucht. Nach und nach habe ich mich jedoch daran gewöhnt und tatsächlich auch mal ein paar Sätze gefunden, die ich ziemlich genial fand, jedoch kann ich prinzipiell nicht völlig bei dem Schreibstil ausrasten, wie andere ;)

Da es mir tatsächlich irgendwie gefallen hat, werde ich dem Buch 4 DC geben. Diese Bewertung bekommt es, weil ich es nicht mit den anderen Büchern aus anderen Genres vergleichen möchte und ich es für einen Klassiker gut finde. Im Verhältnis zu meinen Lieblingsbüchern würde es jedoch viel weniger Punkte bekommen ;)

Stil: ♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥ | Humor: ♥♥♥ | Gefühl: ♥| Spannung: ♥♥ | Kreativität: ♥♥♥

4 Dreamcatcher


27 September 2017

[Rezension] Locked in - Holly Seddon

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Alex Dale ist eine brillante Journalistin. Doch sie hat ein Alkoholproblem. Mehr als ein paar Stunden am Tag hält sie ohne Drink nicht aus, beruflich hangelt sie sich von einem Freelance-Job zum nächsten. Bei der Recherche für einen Artikel stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Und plötzlich erwacht Alex’ untrüglicher journalistischer Spürsinn wieder. Sie ahnt, dass Amy ein Geheimnis hat. Aber wer soll einer Alkoholikerin schon glauben?


Titel: Locked in | Autor: Holly Seddon | Übersetzer: Astrid Finke | ISBN: 978-3-453-41922-3 |  Bei Heyne kaufen



Dieses Buch habe ich in einem Buchpaket gewonnen, doch der Klapptext hat mich auch direkt angesprochen und ich hoffte auf einen spannenden Thriller mit einer interessanten Thematik.

Nach dem Lesen kann ich sagen, dass mich die Thematik wirklich begeistert hat, jedoch das Buch überhaupt kein Thriller ist, nicht mal unbedingt ein Krimi.
Alex möchte einen Artikel über Wachkoma-Patienten schreiben und stößt so auf Amy. Ihren Fall hat sie selbst als Teenager mitverfolgt und irgendwie fühlt sie sich mit Amy verbunden. Sie beginnt also mit ihrer Recherche und versucht zwischen ihrer Alkoholsucht und ihren Abstürzen mehr über Amys Vergangenheit zu erfahren.

Ich fand die Geschichte, trotz der fehlenden Thriller-Elemente sehr spannend und mitreißend. Zum einen lag dies an der Protagonistin, die einige schwere Schicksalsschläge durchmachen musste und am Ende deswegen zur Alkoholikerin geworden ist. Man hat solches Mitleid mit ihr und hofft so für sie, dass sie die Kurve bekommt. Dazu hat die Autorin die Alkoholsucht für mich, als einem Menschen, der nicht besonders viel Alkohol trinkt, wirklich sehr überzeugend dargestellt. Da ich bis jetzt wenig Bücher zu diesem Thema gelesen habe, fand ich das einfach interessant und etwas traurig.

Doch nicht nur Alex erzählt ihre Geschichte, es werden noch verschiedene weitere Perspektiven mit in das Buch eingewoben, die alle etwas mit Amy zu tun haben. Alle Charaktere lernt man so näher kennen und es hat mir wirklich sehr gefallen, dass sie alle so unperfekt waren.

Amys Geschichte und der ganze Kern des Buches war ebenfalls sehr mitreißend und die Autorin schilder sehr gut und nachvollziehbar, auch aus Amys Sicht. Sicher kommt es nicht bei jedem gut an, dass Amy ebenfalls einen Erzählstrang bekommt und das Erlebte aus ihrem Koma heraus berichtet, da es schon etwas unrealistisch wirkt, aber so hat man einfach ein besseres Bild von den gesamten Ereignissen bekommen.

Auch das Thema Wach-Koma und neuste Forschungsergebnisse schafft die Autorin gut in die Geschichte einzuweben. Sie hat mich dabei so neugierig gemacht, dass ich erst mal googeln musste und doch erstaunt war, was Wach-Koma eigentlich bedeutet und was die Patienten noch können.

Das Ende der Geschichte war für mich recht zufriedenstellend, auch wenn es einen Punkt gibt, der für mich nicht ausreichend geklärt wurde. Es gibt jedoch kein kitschiges, unrealistisches Happy End und das hat für mich sehr gut zu diesem Buch gepasst. 





Mal ein Buch etwas abseits von meinem Beuteschema. Ich hätte es nie gelesen, wenn ich es nicht geschenkt bekommen hätte, doch da hätte ich wirklich etwas verpasst. Die gesamte Thematik hat mir wirklich gut gefallen und auch wenn das Buch für mich absolut kein Thriller war, habe ich doch mit allen Beteiligten sehr mitgefiebert - was sehr für gelungene Charakterentwicklungen spricht!
Etwas schade war das Ende, das an einem Punkt doch zu offen war, aber letztendlich gut zum Buch gepasst hat. Von mir gibt es begeisterte 4,5 DC.

Stil: ♥♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥♥♥ | Humor: ♥♥ | Gefühl: ♥♥♥ | Spannung: ♥♥♥ | Kreativität: ♥♥♥

4,5 Dreamcatcher