10 Oktober 2017

[Kurzrezension] Der große Gatsby - F. Scott Fitzgerald

2 DREAMS left | leave a DREAM



Die Geschichte von Jay Gatsby, einem einsamen reichen Geschäftsmann, der seiner längst verlorenen Liebe nachjagt, wurde zu einem der größten Klassiker der amerikanischen Literatur. Der Roman aus dem Jahr 1925 erzählt von der Genusssucht und Langeweile der Roaring Twenties und der Sinnlosigkeit des mondänen Lebens. F. Scott Fitzgerald beschreibt auf einzigartige und authentische Weise sowohl ein Stück Zeitgeschichte als auch menschliche Tragödien. Die schlichte und zugleich poetische Sprache des Romans ist in dieser Neuübersetzung perfekt getroffen.


Titel: Der große Gatsby | Autor: F. Scott Fitzgerald | Übersetzer: Lutz-W. Wolff
ISBN: 978-3-423-13987-8 | Bei dtv kaufen



Ich weiß, viele sind von diesem Klassiker sehr begeistert und liebe vor allem die Sprache des Autors. Ich jedoch hatte nie viel mit Klassikern am Hut und so war ich schon im Vorfeld eher etwas skeptisch, wollte mich aber der Herausforderung stellen.

Insgesamt war das Buch gar nicht so schlecht. Ich habe definitiv schon viel anstrengendere Klassiker lesen müssen. Mir gefiel der Humor und die teilweise sehr schrägen Charaktere, mit denen ich ja gar nicht gerechnet hätte. Außerdem bekommt man wirklich ein sehr interessantes Bild der damaligen Zeit vermittel.
Womit ich persönlich nicht ganz so klar gekommen bin, war der Schreibstil. Ich lese ja eigentlich nur Unterhaltungsliteratur und so fiel es mir zu Beginn wirklich sehr schwer mich auf den Buch zu einzulassen. Außerdem schreibt der Autor sehr abschweifend und streut Informationen ein, die man für die Geschichte eigentlich gar nicht braucht. Nach und nach habe ich mich jedoch daran gewöhnt und tatsächlich auch mal ein paar Sätze gefunden, die ich ziemlich genial fand, jedoch kann ich prinzipiell nicht völlig bei dem Schreibstil ausrasten, wie andere ;)

Da es mir tatsächlich irgendwie gefallen hat, werde ich dem Buch 4 DC geben. Diese Bewertung bekommt es, weil ich es nicht mit den anderen Büchern aus anderen Genres vergleichen möchte und ich es für einen Klassiker gut finde. Im Verhältnis zu meinen Lieblingsbüchern würde es jedoch viel weniger Punkte bekommen ;)

Stil: ♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥ | Humor: ♥♥♥ | Gefühl: ♥| Spannung: ♥♥ | Kreativität: ♥♥♥

4 Dreamcatcher


27 September 2017

[Rezension] Locked in - Holly Seddon

0 DREAMS left | leave a DREAM




Alex Dale ist eine brillante Journalistin. Doch sie hat ein Alkoholproblem. Mehr als ein paar Stunden am Tag hält sie ohne Drink nicht aus, beruflich hangelt sie sich von einem Freelance-Job zum nächsten. Bei der Recherche für einen Artikel stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Und plötzlich erwacht Alex’ untrüglicher journalistischer Spürsinn wieder. Sie ahnt, dass Amy ein Geheimnis hat. Aber wer soll einer Alkoholikerin schon glauben?


Titel: Locked in | Autor: Holly Seddon | Übersetzer: Astrid Finke | ISBN: 978-3-453-41922-3 |  Bei Heyne kaufen



Dieses Buch habe ich in einem Buchpaket gewonnen, doch der Klapptext hat mich auch direkt angesprochen und ich hoffte auf einen spannenden Thriller mit einer interessanten Thematik.

Nach dem Lesen kann ich sagen, dass mich die Thematik wirklich begeistert hat, jedoch das Buch überhaupt kein Thriller ist, nicht mal unbedingt ein Krimi.
Alex möchte einen Artikel über Wachkoma-Patienten schreiben und stößt so auf Amy. Ihren Fall hat sie selbst als Teenager mitverfolgt und irgendwie fühlt sie sich mit Amy verbunden. Sie beginnt also mit ihrer Recherche und versucht zwischen ihrer Alkoholsucht und ihren Abstürzen mehr über Amys Vergangenheit zu erfahren.

Ich fand die Geschichte, trotz der fehlenden Thriller-Elemente sehr spannend und mitreißend. Zum einen lag dies an der Protagonistin, die einige schwere Schicksalsschläge durchmachen musste und am Ende deswegen zur Alkoholikerin geworden ist. Man hat solches Mitleid mit ihr und hofft so für sie, dass sie die Kurve bekommt. Dazu hat die Autorin die Alkoholsucht für mich, als einem Menschen, der nicht besonders viel Alkohol trinkt, wirklich sehr überzeugend dargestellt. Da ich bis jetzt wenig Bücher zu diesem Thema gelesen habe, fand ich das einfach interessant und etwas traurig.

Doch nicht nur Alex erzählt ihre Geschichte, es werden noch verschiedene weitere Perspektiven mit in das Buch eingewoben, die alle etwas mit Amy zu tun haben. Alle Charaktere lernt man so näher kennen und es hat mir wirklich sehr gefallen, dass sie alle so unperfekt waren.

Amys Geschichte und der ganze Kern des Buches war ebenfalls sehr mitreißend und die Autorin schilder sehr gut und nachvollziehbar, auch aus Amys Sicht. Sicher kommt es nicht bei jedem gut an, dass Amy ebenfalls einen Erzählstrang bekommt und das Erlebte aus ihrem Koma heraus berichtet, da es schon etwas unrealistisch wirkt, aber so hat man einfach ein besseres Bild von den gesamten Ereignissen bekommen.

Auch das Thema Wach-Koma und neuste Forschungsergebnisse schafft die Autorin gut in die Geschichte einzuweben. Sie hat mich dabei so neugierig gemacht, dass ich erst mal googeln musste und doch erstaunt war, was Wach-Koma eigentlich bedeutet und was die Patienten noch können.

Das Ende der Geschichte war für mich recht zufriedenstellend, auch wenn es einen Punkt gibt, der für mich nicht ausreichend geklärt wurde. Es gibt jedoch kein kitschiges, unrealistisches Happy End und das hat für mich sehr gut zu diesem Buch gepasst. 





Mal ein Buch etwas abseits von meinem Beuteschema. Ich hätte es nie gelesen, wenn ich es nicht geschenkt bekommen hätte, doch da hätte ich wirklich etwas verpasst. Die gesamte Thematik hat mir wirklich gut gefallen und auch wenn das Buch für mich absolut kein Thriller war, habe ich doch mit allen Beteiligten sehr mitgefiebert - was sehr für gelungene Charakterentwicklungen spricht!
Etwas schade war das Ende, das an einem Punkt doch zu offen war, aber letztendlich gut zum Buch gepasst hat. Von mir gibt es begeisterte 4,5 DC.

Stil: ♥♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥♥♥ | Humor: ♥♥ | Gefühl: ♥♥♥ | Spannung: ♥♥♥ | Kreativität: ♥♥♥

4,5 Dreamcatcher

24 September 2017

[Dies und das] Die Qual der Wahl - Wie entscheide ich nur, was ich lesen will?

5 DREAMS left | leave a DREAM

Heute möchte ich mit euch über ein Thema reden, was jeden beschäftigt, der einen SuB hat. Mein SuB erreicht bald die 100 (Ja, ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte oO) und so muss ich doch nach jedem Beenden eines Buches eine Entscheidung treffen. Was lese ich als nächtes?



Spontane Entscheidungen

Manchmal kommt es vor, dass ich einfach unglaubliche Lust auf ein Buch habe, z.B. wenn es ein langersehntes Wunschbuch ist, das erst bei mir eingezogen ist. Dann beende ich mein aktuelles Buch und lese direkt mit diesem Buch weiter. Das ist dann aber auch keine schwere Entscheidung für mich. Auch kann es vorkommen, dass ich, wenn ich viel Fantasy lese, einfach mal was ganz anderes brauche und bewusst zu einem Thriller oder so greife.


Challenge-Bücher

Seltener kommt es vor, dass ich ein Buch für eine meiner Challenges lese. Am ehesten noch für die Challenge auf LB, die ich vor Jahren mal ins Leben gerufen habe (Zukunft vs. Vergangenheit), aber da brauche ich schon viel Zeit und bei meiner Gruppe muss Not am Mann sein :D Aber auch hier fällt mir dann die Entscheidung recht einfach.


Mein heißgeliebtes SuB-Glas ♥ 

Meist stehe ich jedoch vor meinem Bücherregal und weiß einfach nicht, was ich lesen soll. Das liegt vor allem daran, dass ich mich immer so schlecht entscheiden kann. Und es gibt auch unzählige Bücher, die schon seit Jahren auf meinem SuB liegen und ich einfach nie Lust habe sie zu lesen. Als ich irgendwo dann das SuB-Glas entdeckt habe, war ich erst skeptisch. Mein SuB war damals noch nicht so hoch und ich wollte das lesen, worauf ich Lust hatte. Aber jetzt mit diesem für meine Verhältnisse hohen SuB (an dem ich laut einem Rechner 3 Jahre lesen muss, um ihn abzubauen^^), finde ich ein SuB-Glas einfach super. 


Wie ihr seht, habe ich ein besonders schönes Glas bei einer Wichtelaktion bekommen. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut ♥ 
Wenn ich also überhaupt nicht weiß, was ich lesen will, greife ich in das Glas und lasse den Zufall entscheiden. So habe ich schon einige SuB-Leichen wegbekommen und hab meist festgestellt, dass die Bücher zu Unrecht so lange auf dem SuB lagen.


Wie entscheidet ihr, was ihr lest? Was haltet ihr von einem SuB-Glas?

P.S: Der SuB-Lesedauer-Rechner

14 September 2017

[TTT] 10 Bücher, die ich nicht (weiter) lesen möch

4 DREAMS left | leave a DREAM
Heute gibt mal ein sehr interessantes Thema und ich muss mir erst mal Gedanken darüber machen, was ich eigentlich nicht (weiter) lesen möchten. Wer neu mit dem TTT anfangen will, schaut am besten mal bei Steffi vorbei :)

10 Bücher, die ich nicht (weiter) lesen möchte



Bei diesen Büchern habe ich jeweils den abgebildeten Band auch gelesen. Fast alle davon mochte ich einfach nicht so sehr, dass ich die Reihen weiter lesen würde. Besonders enttäuscht war ich von "die 13. Fee" und "die 100". "Die Auswahl hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen, jedoch haben mich die schlechten Rezensionen zu den nächsten Bänden davon abgehalten, die Reihe  weiterlesen zu wollen. 


 Es fiel mir echt schwer ein paar Bücher zu finden, die ich gar nicht erst anfangen möchte zu lesen. Man weiß es zwar, wenn man sie sieht, aber man merkt sich das ja nicht :D Na ja, was soll ich dazu sagen? Bei den meisten halten mich Klapptext und Rezensionen davon ab, sie zu lesen. Bei Gone Girl war es der langweilige Film, der dafür sorgte, dass ich das Buch ungelesen verschenkt habe.

Wie steht ihr zu diesen Büchern? Habt ihr vielleicht eine ähnliche Meinung oder findet ihr den Hype um sie doch gerechtfertigt?