29 Mai 2011

Neva - Sara Grant

0 DREAMS left | leave a DREAM
 Titel: Neva
Autor: Sara Grant
Verlag: PAN
Preis (gebundene Ausgabe): 16,99 Euro
Seiten: 352
Erscheinungsdatum: März 2011
♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Klapptext

Die 16-jährige Neva hat es satt, keine Antworten auf Fragen zu bekommen, die sie nicht einmal laut stellen darf: Warum wird ihr Heimatland von einer undurchdringbaren Energiekuppel von der Außenwelt abgeschottet? Warum verschwinden immer wieder Menschen spurlos? Und was ist mit ihrer Großmutter geschehen, die eines Tages nicht mehr nach Hause kam? Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sanna beschließt Neva, Antworten zu verlangen und nicht mehr brav alle Gesetze und Regeln zu befolgen. Doch dabei verliebt sie sich nicht nur in den einen Jungen, der für sie tabu sein muss – sondern gerät auch in tödliche Gefahr …

Erwartung

Da ja direkt auf der Rückseite des Buches "Für Fans von Panem" stand, dachte ich mir sofort in welche Richtung es gehen würde. Eine gemeine Regierung, die Leute unterdrückt und irgendwelche perverse Sachen mit ihnen veranstaltet. Und die Hauptperson lehnt sich gemeinsam mit Freunden oder so, also irgendwelchen Rebellen, gegen diese auf. Zusätzlich natürlich mit irgendeiner dramatischen Liebesgeschichte, in dem sie einen Jungen kennen lernt, mit dem sie auf keinen Fall zusammen sein darf.

Rezension

Es war wirklich ähnlich, wie erwartet, aber zum Glück nicht ganz so sehr an die Tribute von Panem angelehnt, wie der Klapptext vielleicht vermuten lässt.

Die Charaktere waren okay. Keiner hat mich wirklich vom Stuhl gehauen oder ist mir so richtig ans Herz gewachsen. Irgendwie hatte man gar nicht die Gelegenheit alle richtig kennen zu lernen, sondern alle waren auch noch am Ende des Buch etwas blass. Deswegen konnte man auch nicht immer deren Handlungweißen nachvollziehen.

Das Cover ist schön und die Schneeflocken, die einem auch am Anfang jedes Kapitels begegnen, passen sehr gut, da sie zu den zentralen Motiven der Geschichte gehören.

Der Schreibstil erinnert wiederum sehr an die Tribute von Panem, da beide Bücher im Präsens geschrieben wurden. Man muss sich zwar erst daran gewöhnen, aber dann ist es eigentlich ganz okay. Dafür hat die Autorin wirklich Talent, die Leser neugierig zu machen, da sie alle Informationen über das Land und die Regierung immer nur Häppchenweiße rausgibt und man eine ganze Weile nicht mal genau weiß, was eigentlich das Problem der Hauptperson mit ihrem Heimatland ist.

Die Geschichte ist eigentlich ganz gut, doch irgendwie auch etwas unrealistisch. Was die Regierung tut, finde ich seltsam, aber auch was die Leute tun. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas mal Wirklichkeit werden könnte, ganz anders wie bei Panem. Leider erfährt man viele Dinge in diesem Buch überhaupt nicht, weswegen mir zum Beispiel immer noch nicht klar ist, warum um das Land eine Energiekuppel gebaut wurde. Auch am Ende weiß man immer noch nicht genau, wer die Regierung ist und warum sie tut, was sie eben tut.

Das Ende der Geschichte war auch eher durchwachsen. So die Einleitung zum großen Finale war wirklich gut und spannend, sodass man wirklich unbedingt weiter lesen musste, aber dann passierten so viele Dinge noch auf gut 50 Seiten, die zum Teil wieder irgendwie unrealistisch waren, aber auch alle einfach nur angeschnitten wurden. Vielleicht hätte man sich auf ein oder zwei Probleme beschränken können, diese dann aber auch mal etwas detailreicher beschreiben und durchleben lassen sollen. Das blöde war nämlich, dass die Hauptperson zwar einige Dinge erlebt, aber alles ging so schnell, dass sie nicht mal zeit hatte, darüber irgendwie nachzudenken oder auch nur irgendwelche Gefühle deswegen zu zeigen, nicht mal irgendwie überrascht war sie. Sie hat alles einfach hingenommen, dabei sind Sachen passiert, die niemand einfach so mal hingenommen hätte.

Also im großen und ganzen war das Buch ganz gut, aber der Geschichte hätte es wirklich gut getan, wenn sie einige Seiten länger gewesen wäre, da sie wirklich überall Lücken aufweist: Bei den Hauptfiguren, bei dem wieso und warum überhaupt und beim Ende. Ich kann eigentlich nur hoffen, dass es einen zweiten Teil geben wird, der alles noch mal genau erklärt und beleuchtet, weil so ist das Buch irgendwie nicht abgeschlossen. Außerdem habe ich jetzt nach dem Ende das Gefühl, dass Buch, um es besser zu verstehen, noch mal lesen zu müssen, gerade weil ich noch so viele Fragezeichen im Kopf habe. Schade, die Geschichte hat nämlich wirklich großes Potential.


Cover (4/5)
Schreibstil (4/5)
Charaktere (2,5/5)
Geschichte (2,5/5)
♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥  
6/10 Herzen

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