26 Juni 2011

Göttlich Verdammt - Josephine Angelini

4 DREAMS left | leave a DREAM
 Autor: Josephine Angelini
Verlag: Dressler
Preis (broschiert): 19,95 Euro
Seiten: 494 Seiten 
Erscheinungsdatum: Mai 2011
Verlag: http://www.oetinger.de/

Klapptext

Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen indem sie sich ineinander verlieben.

Erwartungen

Dank dem Klapptext rechnete ich mit einem Buch ähnlich wie Twilight. Also irgendein hübscher mysteriöser Typ taucht auf und die Hauptperson verliebt sich ihn. Das ganze dieses mal jedoch ohne Vampire sondern mit Halbgöttern, deswegen dachte ich mir, wird es dieses Mal eine Mischung aus Percy Jackson und Twilight.

Rezension

Tja, leider lag ich mit meinen Erwartungen gar nicht so falsch.
Erst mal, die Charaktere sind wirklich klasse. Dermaßen sympathisch und toll, ich bin immer noch ganz hin und weg. Wirklich jeder, Helen, ihre Freundin Claire, ihr Vater, deren Freundin und auch die ganze Familie Delos sind wirklich toll. Allen voran wirklich die Familie Delos. Die Autorin schafft es, diese Familie dermaßen realistisch und super sympathisch darzustellen. Es ist echt jedes Mal ein Erlebnis, wenn Helen bei denen zu Besuch ist, weil die Familie sehr miteinander verbunden ist, es aber trotzdem sehr chaotisch und streitsüchtig ist.

Auch der Schreibstil ist wirklich super. Die Autorin schafft eine perfekte Balance aus Humor und Ernst zu erzeugen und das finde ich wirklich super. Man kann wirklich mehrmals ziemlich lachen beim lesen des Buches, aber gleichzeitig wird es manchmal auch wirklich dramatisch. Außerdem kann man auch dieses Buch eigentlich kaum aus der Hand legen, weil man ständig wissen muss wie es weiter geht.

Die Geschichte an sich war wirklich sehr schön. Romantisch, spannend, lustig, aber auch total dramatisch. Die Tatsache, dass sie in unseren Welt spielt, macht das ganze natürlich auch um so faszinierender. Leider hatte ich das Problem, an einigen Stellen nicht ganz durchzublicken, weil ich auch nicht ganz so bewandert in griechischer Mythologie bin und mit Begriffen wie "den Parzen" eigentlich wenig anfangen kann. Hätte man vielleicht noch ein bisschen mehr erklären müssen, oder am Ende ein Glossar hinzufügen sollen.

Kommen wir nun aber zu dem, was mich wirklich gestört hat: Dem Twilight-Vergleich. 
Wollt ihr Beispiele, was mich am Lesen total an Twilight erinnert hat? Moment:

Die Delos-Familie lebt anders als die anderen Halbgötter -> Die Cullen-Familie auch
Fast jedes Mitglied der Familie hat eine besondere Fähigkeit -> Bei den Cullens auch
Helen hat kein Selbstbewusstsein und denk sie wäre soooo hässlich -> Bella auch
Alle Jungs stehen trotzdem auf Helen -> auf Bella auch
Helen hatte noch nie einen Freund -> Bella auch nicht
Lukas hat den Drang Helen auf Leben und Tod zu beschützen, dabei ist ihm egal, was aus ihm wird -> Edward hat den gleichen Drang
Alle Halbgötter sind wunderschön -> Alle Vampire auch
Die Delos-Familie hat viel Geld -> Die Cullens auch

Tja ich könnte noch weiter machen, aber ich denke das reicht erst mal.

Also eigentlich hat mir das Buch wirklich gefallen. Die Geschichte war fesselnd und faszinierend, auch wenn ich manchmal Probleme hatte durchzublicken. Leider kann man sagen, dass die Autorin die Grundbausteine der Geschichte doch irgendwo abgeguckt hat. Allerdings denke ich, dass es im zweiten Teil anders wird, da die Geschichte sich zum Ende hin, immer mehr von Twilight distanziert hat

Cover und Gestaltung (5/5)
Charaktere (5/5)
Schreibstil (5/5)
Geschichte (3,5/5)

4 von 5 Dreamcatcher

Kommentare:

  1. Ich hab gestern Abend mit dem Buch angefangen. Bis jetzt (bin bei S. 300) kann ich deinem Review größtenteils zustimmen. Das Buch ist unterhaltsam, aber die Charaktere und die Geschichte erinnern dermaßen an Twilight, dass es schon richtig ärgerlich ist...

    AntwortenLöschen
  2. Na ja, da so viele Bücher mit genau dieser Masche erfolgt haben, dachte sich die Autorin vermutlich, probier ichs auch mal.
    Aber ich hab wirklich die Hoffnung, dass es im zweiten Teil besser wird. Weil die eigentliche Geschichte hat ja eigentlich wenig mit Twilight zu tun.

    AntwortenLöschen
  3. Oje! Das Buch liegt jetzt seit einem Monat auf meinem SuB und ich muss es wirklich mal lesen.
    Ich finde es irgendwie schade, dass so viele Bücher mit Twighlight verglichen werden. Beim Lesen fallen mir bei unterschiedlichen Büchern auch mal wieder Parallen auf, aber ich denke dann nicht, dass es kopiert ist oder so.
    Vielleicht wäre es besser, Stephenie Meyer hätte ihre Bücher nie geschrieben, dann würde man alle anderen damit nicht mehr vergleichen :D

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich finde es eher schade, dass man so viele Bücher mit Twilight vergleichen kann^^ Ich denke auch nicht immer, dass es absicht ist und wenn es ein, zwei Parallelen aufwirft, ist es ja auch kein Ding, aber wenn es ziemlich viele sind, nervt mich das halt, weil ich ja eben nicht Twilight lesen wollte.
      Aber im Grunde ist die Geschichte gut und witzig, also von daher, kannst du es unbesorgt lesen ;)

      Löschen