03 August 2011

Seelenhüter - Laura Whitcomb

0 DREAMS left | leave a DREAM
Titel: Seelenhüter
Originaltitel: The Fetch
Autor: Laura Whitcomb
Verlag: PAN
Preis (gebundene Ausgabe): 14,99 Euro
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: Mai 2011
Klapptext
Beim Anblick ihres rotgoldenen Haares, das ihr Gesicht wie ein Heiligenschein umrahmte, durchfuhr es ihn wie ein Blitz. Die Frau berührte Calders Herz, so vertraut wirkte sie, obwohl er wusste, dass er ihr nie zuvor begegnet war. Calder ist ein Seelenhüter, der den Menschen seit über 300 Jahren die Tür in das Leben nach dem Tod öffnet. Doch als er eines Tages das Zimmer eines kranken Jungen betritt, geschieht etwas Unerwartetes: Er verliebt sich auf den ersten Blick in die am Bett wachende, bildschöne Alexandra. Calder ist überzeugt: Sie ist seine Seelenverwandte! Er bringt es nicht übers Herz, der jungen Frau weh zu tun, und schenkt dem Kind das Leben. Von nun an kann Calder die Schönheit Alexandras nicht mehr vergessen. Aber um sie wiederzusehen, muss er die uralten Gesetze der Seelenhüter brechen – mit fatalen Folgen.
Inhalt

Calder, ein Fetch (Seelenhüter), verliebt sich augenscheinlich in ein Kindermädchen, welches am Totenbett eines Jungen wacht. Jahre später wird er zur Seele von Rasputin geschickt, der rein zufällig diese Frau kennt. Weil dies ein so großer Zufall ist, ist sich Calder sicher, dies ist ein Zeichen Gottes und er soll das Kindermädchen auch zu einem Fetch ausbilden. Also macht er mit Rasputin einen Deal. Er bekommt 3 Tage im Reich der verlorenen Seelen (welches zwischen Himmel und Erde liegt) und dafür bekommt Calder seinen Körper. Rasputin willigt ein. Kaum als Rasputin auf der Erde angelangt, muss Calder feststellen, dass er sich schrecklich geirrt hat. Die Frau, in die er sich verliebt hat, ist nämlich die Zarin Alexandra und diese würde niemals freiwillig mit ihm mitgehen und ihre Kinder verlassen. Außerdem wird ihm klar, dass seine Gefühle für die Zarin albern waren. Dafür faszinieren ihn die jüngsten Kinder der Zarin, Alexis und Anastasia, die ihn in seiner wirklichen Gestalt sehen können. Bevor er sich entscheiden kann, was er nun tun soll, wird er ermordet. Da er unsterblich ist, lebt er zwar weiter, doch es dauert eine halbe Ewigkeit, bis sein Körper sich regeneriert hat. Als er endlich wieder bei Bewusstsein ist, steht die Zarenfamilie kurz vor der Exekution...

Rezension

Bewusst habe ich euch sowohl den Klapptext, als auch eine kleine Inhaltsangabe von mir gepostet, damit ihr mal den kleinen aber feinen Unterschied seht. 

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, kannte aber nur den deutschen Klapptext und zusammen mit dem englischem Cover könnte man meinen, man bekommt eine Liebesschnulze sondergleichen. Aber dem ist definitiv nicht so.

Es geht hier zwar auch um Liebe und so weiter, aber nicht so wie erwartet. Und die größte Überraschung überhaupt. Das Buch spielt während der russischen Revolution und die Hauptperson, Calder begegnet dem Zaren und seiner Familie. Fand ich super, ich steh auf diese ganzen Anastasia-Geschichten. 

Super war auch, dass die Autorin sich sehr an die geschichtlichen Fakten hält und sogar einige der Mythen mit einbaut und somit eine logische Erklärung für diese liefert. 

Die Charaktere in diesem Buch sind einem sehr sehr sehr sympathisch. Man kann Calders Gefühle und Handlungen nachvollziehen und fiebert sehr mit ihm mit. Auch Ana und Alexis sind sehr sympathische Figuren, die man bald ins Herz schließt. Außerdem findet man bei jedem Stärken und Schwächen, welche die Figuren noch authentischer und sympathischer machen. 

Auch der Schreibstil war sehr schön, auch wenn ich das, da es auf englisch war, nicht allzu gut beurteilen kann.

Am Anfang ist die Buch etwas lahm, da die Einführung in die Geschichte doch etwas langatmig ist. Außerdem hatte ich so meine Probleme mich am Anfang mit den ganzen religiösen Begriffen zurecht zu finden (da ja auf englisch), aber das hat sich dann bald gelegt.

Nach der Einleitung nimmt die Geschichte dann auch schnell an Fahrt auf. Kaum hat Calder einen menschlichen Körper, wird er auch schon ermordet (was ihm nicht all zu viel macht, da er unsterblich ist) und ab diesem Zeitpunkt geht dann eigentlich ziemlich viel schief. Es ist wirklich schön, dass man nicht weiß, was als nächstes passiert und immer, wenn die Geschichte beginnt, etwas abzuflachen, passierte irgendeine überraschende Wende. 

Nach dem Finale, welches meiner Meinung nach doch noch etwas spannender hätte sein könnte, kam dann ein sehr schönes, wenn auch wirklich nicht ganz so zu erwartendes Ende.

Alles in allem hat mich diese Geschichte über Liebe und Freundschaft sehr gefesselt und mir wirklich sehr gut gefallen. Und das allerbeste war, man hatte beim Lesen nicht das gefühl, man hat dieses Buch schon einmal gelesen. Nein, die Autorin hat sich Mühe gegeben und sich wirklich etwas neues einfallen gelassen. Allerdings muss man wirklich sagen, es ist keine typische Liebesgeschichte, wie sie der Klapptext ankündigt. Mich hat es nicht gestört, aber wer gerne eins dieser romantischen Bücher ala Twilight oder so lesen möchte, sollte sich dann doch lieber ein anderes Buch kaufen.

Stil (4/5)
Charaktere (5/5)
Humor (2/5)
Gefühl (3/5)
Spannung (3/5)
 4 von 5 Dreamcatcher

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