21 August 2011

[Rezension] ♥ Ruht das Licht - Maggie Stiefvater

0 DREAMS left | leave a DREAM
Titel: Ruht das Licht
Originaltitel: Linger
Autor: Maggie Stiefvater
Verlag: script5
Preis (gebundene Ausgabe): 18,90 Euro
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: September 2011
Klapptext

Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.
Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.
Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird

Erwartungen

Also ich erwartete ein Buch, voll Romantik und Dramatik, da ja schon bekannt ist, dass Grace zu einem Wolf werden würde. Außerdem erhoffte ich mir, noch mehr über Grace, Sam und alle andere Wölfe zu erfahren.

Rezension

I say good-bye good-bye good-bye
I shout it out so loud
'Cause the next time that I find my voice I might
not remember how

So, jetzt habe ich das Buch durchgelesen und bin im großen und ganzen nicht enttäuscht worden.

Am Schreibstil hat sich nicht besonders viel verändert. Man findet auch hier wunderschöne Sätze und Gedichte und die Seiten fliegen nur so dahin. Wenn man einmal anfängt zu lesen, möchte man eigentlich gar nicht mehr aufhören. Die Autorin schafft es wirklich alles in ihrem Buch lebendig werden zu lassen, man kann sich einfach alles vorstellen und sogar die Gefühle der Charaktere empfindet man mit.

Auch die Hauptpersonen waren wieder super sympathisch. Zu den altbekannten Grace und Sam, kommen nun zwei neue Charaktere dazu, aus deren Sicht man die Geschichte erlebt: Isabel und Cole, einer der neuen Wölfe. Beide sind total am Ende, beide sind einfach komplett fertig mit ihrem Leben. Der einzige Unterschied zwischen ihnen: Cole hat sein Leben aufgegeben, Isabel nicht. Nach und nach lernt man das Innenleben der beiden und Coles Vergangenheit kennen und man stellt fest, man mag sogar diese beiden, obwohl sie nach außen hin kalt und unnahbar wirken. Es ist einfach genial, dass die Autorin es schafft, Menschen die definitiv nicht perfekt sind, trotzdem sympathisch sein zu lassen.

Kommen wir nun zu dem, was euch alle wohl am meisten interessiert, die Geschichte.
Ehrlich gesagt war ich am Anfang etwas enttäuscht. Über hundert Seiten passiert nichts. Gar nichts. Sam sitzt im Bücherladen. Sam liegt in Grace Bett und liest, während Grace Hausaufgaben macht... Es wird nur langweiliger Alttag geschildert. Dagegen spricht ja erst mal nichts, aber doch bitte nicht über hundert Seiten.
Plötzlich beginnt es dann aber doch interessant zu werden. Cole trifft Isabell. Die beide, die sich so ähnlich sind, wissen eigentlich nicht, ob sie sich mögen oder hassen. Und somit wird es bei den beiden schon mal unterhaltsam.
Außerdem beginnt Grace sich krank zu fühlen und diese Symptome verschlimmern sich immer mehr und als es bei ihr eines nachts besonders schlimm ist, wird Sam in Grace Zimmer erwischt, knallhart von ihren Eltern raus geschmissen.
Diesen Teil der Geschichte empfinde ich irgendwie als unlogisch. Grace ist fast achtzehn Jahre alt und ihre Eltern machen wirklich einen großen Aufstand, weil Sam in ihrem Zimmer übernachtet hat. Und dabei geht es nicht nur darum, dass sie nichts davon wussten. Es geht darum, dass die beiden ja sicherlich Sex hatten und Grace dafür noch viel zu jung ist. Auch alle anderen, wie Rachel zum Beispiel, reagieren ganz erschrocken, als Grace meint, dass Sam bei ihr übernachten würde.
Da frage ich mich schon, wo die leben. Ist es im Amerika so anders als in Deutschland? Grace ist fast achtzehn Jahre alt und ein halbes Jahr mit Sam zusammen, der ja nun auch einen sehr anständigen Eindruck macht. Das Eltern trotz allem nicht von der Vorstellung begeistert sind, ist natürlich klar, aber sie reagieren so was von übertrieben. Darüber kann man sich das restliche Buch ziemlich aufregen, aber auch davon lebt die Handlung und es macht das Buch interessanter. Auch wenn ich es unlogisch finde, für die Handlung ist die Haltung der Eltern eigentlich ziemlich gut.
Tja und dann das Ende. Beim Ende gibt es wirklich nichts auszusetzen. Die Spannung findet hier ihren Höhepunkt, es ist hochdramatisch und tragisch und man kann das Buch die letzten hundert Seiten eigentlich nicht mehr aus der Hand legen. Man muss es einfach fertig lesen. Ich sag euch, auf das dramatische Ende könnt ihr euch wirklich freuen, es ist wirklich super gelungen, dass macht den etwas langweiligen Start wirklich wieder wett.
Leider will man danach sofort „In deinen Augen“ lesen, da man das Ende so einfach nicht stehen lassen kann. Und das schlimmste, es erscheint erst in einem Jahr *wein*

Fazit

Auch den zweiten Teil der Reihe fand ich gut, die Personen, der Schreibstil und auch die Geschichte an sich konnten wieder überzeugen, doch leider fehlt es dieses mal ein wenig an romantischen Szenen. Sam und Grace berühren und küssen sich deutlich weniger, als in Teil 1 (bwz. Wird es einfach weniger erwähnt und beschrieben) weswegen leider dieses gewisse etwas aus "Nach dem Sommer" fehlt. Außerdem dauert es etwas bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt, weswegen ich einfach sagen muss, das Buch ist gut, aber "Nach dem Sommer" ist besser.
  
Stil (5/5)
Charaktere (5/5)
Humor (2/5)
Gefühl (3/5)
Spannung (3/5)
 4 von 5 Dreamcatcher

noch mal einen herzlichen Dank an vorablesen.de und script5

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen