29 November 2011

[Dies und das] Literaturkritik?!

7 DREAMS left | leave a DREAM
Ich weiß nicht, vielleicht bin ich die letzte, die diesen Artikel gelesen hat, aber ich bin gerade über das hier gestolpert: Artikel
Ehrlich gesagt hinterlässt mich dieser Artikel ein bisschen ratlos. Was möchte der Autor uns denn damit genau sagen? Das wir uns nicht mit dem Buch beschäftigen, sondern nur mit dem Drumherum oder wie? Wo liegt eigentlich sein Problem? Kann er die Blogger nicht bloggen lassen und einfach weiterhin seine fachmännischen Rezensionen schreiben?
Außerdem scheint er ein Problem damit zu haben, was rezensiert wird. Wieso sollte man denn nicht die Bücher rezensieren, die gerade von den vielen gelesen werden (wollen)?

Andererseits wer bestimmt denn ob eine Rezension gut ist oder nicht? Für den einen ist gut etwas anderes, als für den anderen. Und ich muss sagen, es bringt mir schon eine ganze Menge, einfach mal ein paar persönliche Meinungen zu einem Buch zu lesen, egal, wer sie geschrieben hat. Nein, natürlich bringt es mir nichts, wenn da steht "soooooo ein schönes Cover und alles toll, fünf Sterne" oder so, aber jede vernünftige Rezension, die mir sagt, was gut und was schlecht war, hilft mir eigentlich bei meiner Kaufentscheidung.

Na ja, seltsamer Artikel ohne wirklich hand und fuß, denn er nennt nur die allerschlechten Beispiele und alle anderen werden ignoriert. Dabei hab ich noch keine Rezension gelesen, in der das Cover bis aufs Detail beschrieben und vermessen wurde (Wer macht denn so was? oO). Und außerdem gibt es wirklich viele Blogger, die wirklich gute Rezensionen schreiben und mehr erwähnen, als "Thema" und "Schreibstil". Hat eindeutig schlecht recherchiert. Aber man muss ihn verstehen, vermutlich hat er bald keine Arbeit mehr, weil die Leute seine Rezensionen nicht mehr lesen...^^

Kommentare:

  1. Wie du schon schreibst: "wer macht denn sowas?" Ich würde mal sagen, dass gerade die sog. "Reni" und noch ein, zwei andere Videobloggerinnen rausgesucht wurden, die dann kritisch betrachtet wurden... (ich muss ehrlich sagen, ich kann diejenigen verstehen, die sich aufregen, weil sie wirklich nur oberflächlich bleibt und (fast) immer abschweift)!

    Man gut, dass es uns gibt ;-)

    Liebe Grüße, Franci

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  2. Wie genial :D ich glaube der autor hatte gerade ziemlich schlechte Laune :D
    Wie klaun ihm wahrscheinlich wirklich seinen Job und machen das ganze umsonst. Naja... Ich finde auch dass die rezensionen ja persoenliche meinungen sind und die gehen eben immer ein bisschen auseinander..
    Lg und gute nacht!
    Fjolamausi

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  3. ich kannte den artikel auch noch nicht und OMG!
    was hat dieser mensch denn bitte für probleme??? hat der sich ein paar rezensionen bei amazon von 12 jährigen zu einem kinderbuch durchgelesen, oder was? das ist so dermaßen unverschämt, da sollte man sofort einen gegenartikel veröffentlichen!

    ich kenne nur blogger, die sich ersthaft mit büchern auseinander setzten und die wahre literaturjournalisten sind!

    echt mal -.-
    als ob die medien schuld wären, der sollte sich wohl mal eher fragen, warum verlage immer mehr auf internet anstatt tv setzten! weil wir blogger gute arbeit leisten und unser hobby lieben :)

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  4. Ich finde den Artikel sehr einseitig. Natürlich gibt es schlechte Blogs und Vlogs, aber es gibt auch viele gute. Jeder sollte das in seinem eigenen Stil machen. Und mal ehrlich, wenn Jugendliche dadurch zum Lesen angeregt werden und über Bücher diskutieren, ist das eine gute Sache.

    Ich habe noch nie eine Rezension gelesen, in das Buch oder das Cover vermessen wurde. Wo hat der denn sowas gefunden?

    Vielleicht hat er Angst, dass es bald zu viele Rezensenten gibt, die das gut und kostenlos machen anstatt sich dafür bezahlen zu lassen.

    Für die Verlage und die potentiellen Leser sind diese "schlechten" Blogs und Vlogs sicherlich wichtiger als hochwissenschaftliche Textanalysen, die der Laie im Zweifel gar nicht versteht.

    Übrigens habe ich gerade das hier gefunden, eine sehr schöne Antwort auf den Artikel:

    http://www.fandomobserver.de/2011/10/es-lebe-die-laienkritik-wider-das-qualitaetsjournaillengejammer/

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  5. Ich sehe das ein bisschen zweischneidig. Habe den Artikel grade mal schnell gelesen, damit ich weiß, worüber du sprichst.
    Ich stimme dir zum einen zu, dass er sich schlechte Beispiele und vor allem einseitige herausgesucht hat. Diese sind wenig repräsentativ, vor allem für die reine Buch-Bloggerwelt. (Reni ist ja nun mal selbst eher Beuaty-Bloggerin)
    In der Analsye des Artikels wird aber auch etwas wahres genannt: In den Berichten auf den Blogs und den Vlogs geht es wirklich häufig ums Cover und dann um den Inhalt, das Thema und den Schreibstil. Der Autor bemängelt, dass das oberflächlich und im eigentlichen Sinne keine Literaturkritik sei. Eben das, was man unter Rezension versteht. Damit mag er durchaus recht haben. Wenn er sagt, dass die Medien das fordern und fördern, gibt er zugleich - und damit wohl bedauernd- zu, dass die klassische Rezension, wie man sie aus dem Feuilleton kennt, bei der jungen Generation von Lesern nicht mehr gefragt ist. Den Blogleser interessiert eben, worum es in dem Buch geht, ob man es gut lesen kann und wie der Leseeindruck war. Es interessiert ihn nicht, ob das Buch literaturkritisch zerpflückt wird, eine tiefsinnigere metaphysische Botschaft darin steckt. Das Buch dient hier in erster Linie der Unterhaltung.
    Damit kann ich dem Artikel tatsächlich recht geben, teile aber nicht seine Untergangsstimmung oder dem Credo, dass die Literaturkritik vor die Hunde geht. Bloggen über Bücher ist für mich eine andere Kategorie, in der die meisten Blogger nicht den Anspruch haben, literaturkritisch zu sein, sondern zu erzählen, was sie persönlich an dem Buch beeindruckt hat.

    Schade ist allerdings wirklich, was mich manchmal stört, dass hauptsächlich Bestseller besprochen werden. Die haben aus meiner Sicht schon genug Publicity, brauchen also keinen Beitrag vom Leser. Aber das ist meine persönliche Ansicht.

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  6. Ich hab mich schon, als der Artikel rauskam, herrlich über diesen Artikel aufgeregt. Herrlich uns bzw. den Vloggern (ich fühlte mich ehrlich gesagt auch angesprochen..) fehlende Objektivität und Konstruktivität vorzuwerfen, wenn der eigene Artikel das kein bisschen ist.
    Am besten finde ich die Frage, woher wir unsere Meinung haben... ??? Woher werden wir die wohl haben? Aus dem Kühlschrank?
    Idiot.

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  7. hat mich doch im großen und ganzen gerade erheitert euere Kommis zu lesen xD

    @Punxiie
    Wirklich tolle Antwort, der Autor hat wirklich recht :)

    @Eule
    Na ich sag ja auch nich, dass er nicht überall unrecht hat. Klar sind wir hier alle keine richtigen Kritiker, jeder machts doch so, wie er es selbst für richtig hält, aber das muss ja nich schlecht sein.
    Hmm, ich hab kein Problem damit, dass so viele Bestseller besprochen werden. Aber es liegt wohl im Sinn der Sache, dass viele einen Bestseller lesen, sonst wer der Bestseller ja kein Bestseller, wenn du verstehst was ich meine^^

    @Elle
    Ich musste bei deinem Kommi so lachen. Ja, ich habe meine Meinung aus dem Kühlschrank. Um genau zu sein, von meinem Käse, der is nämlich immer sehr geschwätzig xD
    Aber ich hab mich auch gefragt, woher wir unsere Meinung haben sollten. Sollte ja eigetlich jeder irgendwie im Stande sein, ein Buch irgendwie zu bewerten^^

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