03 Juli 2012

[Dies und das] 6 Dinge braucht jedes Romantasy-Buch. Oder?

12 DREAMS left | leave a DREAM
Ich lese ja gerade Falling Sky von Joss Stirling. Ich bin jetzt auf Seite 120 von 300 und das Buch ist bis jetzt mal wieder sehr typisch.Jetzt habe ich mich mal damit auseinander gesetzt, warum dies so ist und bin zu dem Entschluss gekommen, 6 Dinge braucht anscheinend jedes Buch, was mal in Romantasy-Genre eingeordnet werden möchte.

  1. Die Hauptperson oder ihr Zukünftiger ziehen zu Beginn des Buches um, oder wechseln aus sonst irgendwelchen Gründen die Schule. Auf jeden Fall gibt es immer den "Neuen"
  2. Der Angebetete ist immer zu Beginn mindestens abweisend, wenn nicht sogar ein totales Arschloch, wird aber im laufe des Buches zu einem üblen Softi
  3. Der Angebetete sieht total blendend aus, aber er nutzt sein Aussehen nicht etwa um irgendwelche Frauen rumzukriegen, nein, meist wird er selten/nie mit einer gesehen
  4. Alle Schülerinnen schmachten den Kerl an, können ihn aber nicht leiden, weil er sie abgewiesen hat.
  5. Unsere Heldin behauptet bis ungefähr zu Hälfte des Buches glaubhaft, sie findet diesen arroganten Kerl total bescheuert, auch wenn man als Leser nach den ersten Seiten schon weiß, sie findet ihn toll
  6. Natürlich schwebt unsere Heldin im Laufe des Buches in irgendeiner Gefahr, vor der sie nur ihr Angebetet mit seinen Superkräften sie retten kann (wobei er auch meist mit daran Schuld ist, dass sie überhaupt in Gefahr schwebt), da sie selbst eher wehrlos ist oder ihre Kräfte erst neu entdeckt.
Tja, jetzt könnt ihre eure Romantasy-Bücher mal auspacken und diese Liste abhaken. Mindestens eine Sache passt irgendwie immer ;)

Jetzt kommt natürlich die Frage auf, wieso sind Romantasy-Bücher immer so ähnlich? Haben die Autoren etwa einen ähnliche Liste, wie ich und arbeiten sie ab? xD Schreiben einfach doch alle irgendwie bei Twilight ab? Oder sind dies eben die Punkte, die der Leser erwartet und diese müssen eben deswegen auch vorhanden sein?

Wie seht ihr das? Könnt ihr bestätigen, dass meine Liste stimmt? Kennt ihr vielleicht Bücher die ins Romantasy-Genre gehören, aber kein einziger Punkt passt?
Findet ihr es schlimm, dass es so viele ähnliche Bücher gibt?

Kommentare:

  1. Ich bin da nicht wirklich der Fan von, ab und zu lese ich da mal eines - aber die sind mir dann alle viel zu ähnlich. Das merkt man ja schon immer am Klappentext, da müsste mal wieder etwas eigenes mit rein und etwas Abwechslung vor allem.

    Ich habe aus der Kategorie natürlich auch schon Twilight gelesen (obwohl ich die Bücher echt schlecht finde, deshalb war nach Band 2 auch Schluss) und Evermore (Evermore fand ich sogar recht gut, aber ist halt auch nichts neues).

    Aber tolle Liste, weil das stimmt wirklich alles so.

    Lg Nicole

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    1. Ja, ich weiß was du meinst. Bei mir is es allerdings so, dass ich so an sich nichts gegen ein bisschen Romantic-Fantasy habe, aber wenn ich zum fünften Mal fast das selbe Buch lese, reichts mir irgendwann dann auch.
      Evermore kenn ich jetzt gar nicht, Twilight natürlich, aber wie du sagst, die werden immer schlechter die Bücher.

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  2. Ich finde das System kann man auf fast jedes Genre umlegen - wenn man viele Thriller liest oder Liebesromane oder Urban Fantasy etc. dann wird es immer solche Grundaspekte geben, die sich immer wieder finden. Das hat auch gar nicht so viel mit dem Erfindungsreichtum der Autoren zu tun, es ist halt wirklich nur das Gerüst und das was daraus gemacht wird entscheidet dann, ob einem die Geschichte gefällt oder nicht... Und das war auch schon vor Twilight so der Fall ;) ich versteh gar nicht wieso immer genau mit dieser Reihe Vergleiche gezogen werden *g*
    liebe Grüße

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    1. Hmm, also ich seh das jetzt nicht ganz so (aber ich les halt auch weniger Thriller und halt mehr Fantasy-Bücher).
      Für mich wäre es das selbe, wenn in vielen Thriller plötzlich die Leiche immer am selben Tatort liegt, wenn sie immer ähnlich ermordert wurde, wenn der Mörder immer der selbe Typ Mensch ist und wenn derjeniger, der hinter dem Mörder hier ist, immer das selbe macht. Oder wenn alle Bücher damit anfangen, dass jemand umzieht xD
      Bei den Thrillern, die ich kenne, war das jetzt nicht so, bei den Romantasy-Büchern die ich kenne, war es zum größten Teil schon so. Irgendwann fragt man sich halt eben, warum die leute eigentlich immer zu Beginn des Buches umziehen.^^
      Ich schätze mal, man vergleicht so viel mit Twilight, weil es eben einen Hype um das Buch gab und plötzlich lauter solche Bücher aufgetaucht sind, die einen dann stark an Twilight erinnern^^

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    2. Wenn man wenige Thriller (als Beispiel) liest dann wird einem das gar nicht so auffallen - denn wer kaum Romantasy liest wird solche Muster auch nicht gleich bemerken.
      Und ein Umzug ist halt auch ein Neuanfang, was würde da besser passen als gleich ein neuer Kerl *lach*

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  3. =D netter Post, war fast wie Twilight im Schnelldurchlauf. Aber solche Muster gibt es überall. Schau dir doch mal einen Liebesroman an: er trifft sie (sie mögen sich nicht), sie verlieben sich, kommen zusammen, es gibt stress und hinterher wird doch alles wieder gut. Und ist euch schonmal aufgefallen, das alle Helden aus Thriller-reihen ihren Ehepartner samt Kind verloren haben? (Das gilt übrigens auch für diverse US Krimi-Serien...) Allerdings finde ich es nicht schlimm, dass solche Schemata genutzt werden. Viel wichtiger finde ich die Gestaltung der Charaktere und vielleicht eine neue Idee, die mit eingebaut wird.
    Allerdings denke ich nicht, dass die Autoren das so handhaben, weil die Leser es erwarten. Es ist einfach so, dass alle Arten von Geschichten einer Gewissen Struktur unterliegen und wer nicht grade Literatur oder ähnliches studiert hat, wird sich vielleicht nicht weiter damit befassen. Deshalb scheint es für viele natürlich zu sein, dass zum Beispiel eine Liebesgeschichte abläuft, wie oben aufgezählt.
    Wobei man aus diesem Wissen auch mit dem Muster brechen kann und was interessantes neues kreiren könnte. Spontan fällt mir aber kein solches Buch ein. Ich lese selbst nicht so viel Romantasy ;)

    Ui, das war ja jetzt ein halber Roman =D
    LG Caro

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    1. Caro, genau so habe ich das gemeint! Ich habe nämlich auch zuerst an den klassischen Thriller Protagonisten gedacht, der meist ein Alkoholproblem hat, von der Frau verlassen bzw. geschieden ist, ansonsten kaum soziale Kontakte hat und für den die Arbeit zum Zentrum des Lebens wurde. Meist kommt dann noch eine (neue) Kollegin dazu, die für Veränderungen sorgt etc. Und das ist halt das fast schon typische Bild dieses Genre ;)

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    2. Also okay. Dann kann ich dazu nur sagen, wenn ich viele Thriller lesen würde, würde mich das auch stören oO
      Klar erwartet man von einem Buch aus einem bestimmten Genre schon etwas. Ich erwarte ja bei Romantasy auch, dass es romantisch wird und irgendeiner der Hauptpersonen was tolles kann oder was tolles ist^^ Aber trotzdem erwarte ich neue Charaktere und eine andere Geschichte und wenn ich dann zum fünften Mal fast das selbe Buch lese, finde ich es halt irgendwie nervig.

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  4. Ich warte immer noch auf die völlig neue Story, aber sobald die erscheint und Erfolg hat gibt es sofort wieder hunterttausend gleiche Versionen. Im Endeffekt kommt es dann halt wohl doch auf die Charaktere, die Schrebweise und vielleicht ein paar coole neue Handlungsstränge an die im Buch eingebaut werden.

    Eines meiner Lieblingsbücher,
    das zu empfehlen wäre - keine Ahnung ob dus schon gelsen hast oder nicht,
    in dem es definitiv NICHT nach diesem Schema abläuft ist "Seelen".
    Aber da gehen die Geschmäcker wohl ziemlich auseinander, denn entweder ich finde nur extrem schlechte Rezi's über das Buch, oder eben extrem gute.

    lg
    Nina

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    1. Ja, ich glaube, es ist allerdings bei der Buchvielfalt auch schwierig, was völlig neues zu schreiben. Aber mit ein bisschen was neuem bin ich auch schon zufrieden ;)

      Nein, Seelen kenn ich nicht, hab mich irgendwie nie rangetraut, nachdem die Biss-Bücher immer schlechter wurden und ich auch gelesen habe, dass so viele das Buch nicht mögen. Allerdings, vielleicht ist es langsam an der Zeit :)

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  5. Ich glaube es gibt so oft einen Umzug oder einen Neuen am Anfang, damit der Leser von Anfang an die Liebesgeschichte mitkriegt und jemand Neues ist automatisch unbekannt ist automatisch geheimnissvoll ist automatisch spannend. Die Identifikation mit dem Prota ist vielleicht größer, wenn der Schauplatz für Leser und Prota beide neu ist und zusammen entdeckt wird.
    Seelen ist ein wundervolles Buch! Die ersten 100 Seiten fand ich langweilig, aber es hat sich dann sowasvon gelohnt. <3
    Viel mehr Biss als in Biss

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    1. Ja, das kann natürlich sein, aber trotzdem ist es durch einen umzug irgendwie auch immer das gleiche. Weil die ersten hundert Seiten muss unsere Heldin erst mal ne neue Freundin finden (meist klappt das so gar nicht) und sich vor anhänglichen Typen retten, die es in ihrer alten Schule gar nicht gab.

      Ich hab Seelen immer noch nicht gelesen *sfz* Irgendwann....^^

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