20 August 2015

[Rezension] Das Juwel - Amy Ewing

2 DREAMS left | leave a DREAM


Titel: Die Gabe
Reihe: Das Juwel
Autor: Amy Ewing
Preis: 16,99 €
Erscheinungsdatum: August 2015
Verlag: FJB
ISBN: 978-3-8414-2104-3
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Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken.
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.


Rezension


Dieses Buch fällt zu erst einmal wegen seinem unglaublichen Cover auf. Selbst wenn man solche Geschichten gar nicht mag, sollte man sich das Cover mal aus der Nähe betrachten, es ist einfach unglaublich *.*

Inhaltlich klingt auch dieses Buch wieder wie eine Mischung aus Fantasy und Dystopie und nach dem Lesen kann ich wieder nicht sagen, was es von beiden ist, da es Elemente von beidem enthält.
Violet ist ein Surogat, das heißt, sie hat eine Genmutation, die es ihr ermöglicht Dinge durch ihre Gedanken zu verändern. Deswegen ist sie für das Adel von besonderer Bedeutung. Der Adel, der selbst keine Kinder bekommen kann, benutzt Surogats als Leimütter. Die Kinder mit dieser Genmutation haben keine Wahl, sie werden, sobald diese festgestellt wird, in besondere Einrichtungen gebracht, ihre Gabe wird trainiert und wenn sie alt genug sind, werden sie an den Adel versteigert. Zu Beginn des Buches wird Violet versteigert und von einer reichen Herzogin gekauft.

Violet als Protagonistin hat mir gut gefallen. Sie hat ein gutes Herz und obwohl sie ihr halbes Leben lang darauf vorbereitet wurde, alles zu tun, was man ihr sagt, hat sie einen starken Willen und auch eine rebellische Ader. Außerdem trifft sie nicht immer die richtige Entscheidung, was sie widerum sehr menschlich macht. Obwohl die Herzogin definitiv die Antagonsitin ist, ist auch sie nicht durchweg böse, manchmal blitzt auch ihre menschliche Seite durch, was diese Figur recht interessant macht. Auch die anderen Figuren scheinen zwei Seiten zu haben und ich setzte große Stücke an den nächsten Band, dass diese auch bei den anderen offenbart wird.

Die Idee der Surogats war für mich sehr spannend, da das Konzept auf der einen Seite eine nachvollziehbare Lösung, auf der anderen Seite an sich schon sehr grausam ist. Erlebt man schließlich hautnah mit Violet, wie das Leben eine Surogats in den Familien dann abläuft, merkt man, dass das Leben noch grausamer ist, als "nur" zu einer Leihmutterschaft gezwungen zu werden. Das ganze System der Surrogats war für mich neu und hat mich ziemlich mitgerissen. Immer wenn man das Gefühl hatte, das ganze Ausmaß dieser Versklavung zu kennen, lernte man wieder eine neue Facette des ganzen kennen.

Etwas gestört hat mich, dass die Geschichte in eine Liebestory abtriftet, die nicht nur sehr kitschig ist, sondern auch stellenweise sehr unvernünftig und dämlich. Ich habe nichts gegen ein bisschen Liebe und ich wäre auch enttäuscht, wenn es kein bisschen Liebe in diesem Buch gegeben hätte, allerdings hat das ganze für mich dann doch irgendwie überhand genommen und so irgendwie Potential verschenkt. Auch das Verhalten unseres Liebespärchens ist irgendwie selten blauäugig und die Umstände wirken auf mich irgendwie unrealistisch.

Das Ende war für mich dann vorhersehbar, allerdings finde ich es auch, es musste einfach so kommen, wie es kam. Leider endet das Buch dann schon sehr schnell und die aufgebaute Spannung verläuft durch das abbrupte Ende dann in den Sand. Das Buch endet mit einem mittelmäßig großen Cliffhanger, der jedoch große Lust auf den nächsten Band macht, den ich sicher auch lesen werde.

Fazit


Die Idee der Surogats hat mich mitgerissen und die grausame Welt mich ziemlich in ihren Bann gezogen. Mein Lesevergnügen hat nur die übermächtige Liebesgesichichte geschmählert, die für meinen Geschmack einfach etwas weniger Raum hätte einnehmen können. Trtozdem hatte ich Spaß am Lesen und freue mich schon sehr auf den nächsten Band.
Wer gerne Bücher über Ungerechtigkeit und Unterdrückung liest und keinen Problem mit einer Liebesgeschichte hat, darf auf jeden Fall zugreifen. Wer Liebesgeschichten nicht abhaben kann und auch eher auf klassische Dystopien steht, sollte ein anderes Buch lesen.

Stil: ♥♥♥♥ Charaktere: ♥♥♥
Humor: ♥ Gefühl: ♥♥♥♥
Spannung: ♥♥ Kreativität: ♥♥♥♥♥


4  Dreamcatcher
Danke an FJB für die Bereitstellung des Rezension-Exemplars :)

Kommentare:

  1. Huhu!

    Ich fand die Liebesgeschichte eigentlich ganz schön, obwohl sie sich dadurch manchmal wirklich ziemlich dämlich verhält... ;-) Im Ganzen hat mich das Buch sehr begeistert.

    LG,
    Mikka

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    1. na ja, für mich wars etwas zu viel, hätte lieber mehr action als liebe gehabt^^
      Ja, mich hats eigentilch ja auch begeistert, war wirklich ne spannende Idee :)

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