12 Dezember 2015

[Rezension] Aera, die Rückkehr der Götter - Markus Heitz

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Titel: Aera - Die Rückkehr der Götter
Autor: Markus Heitz
Preis: 9,99 €
Seiten: 748
Erscheinungsdatum: November 2015
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-426-51861-8
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Im Jahr 2019 herrscht eine neue Weltordnung: Die Götter kehren auf die Erde zurück. Alle Götter – bis auf einen. Während Odin, Zeus, Manitu, Anubis, Shiva und Co. sich ihre alten Kultstätten zurückholen und ihre Anhänger um sich scharen, warten Christen, Moslems und Juden vergeblich. Die einst mächtigsten Religionen der Welt werden bald als bedeutungslose Sekten belächelt.


Rezension


So, nun da meine tolle Zulassungsarbeit endlich geschrieben und abgegeben ist, habe ich auch endlich wieder Zeit um zu Lesen und zu Bloggen (ich sag euch, so anstrengend wie in den letzten Monaten war mein Studium noch nie^^). Also habe ich jetzt endlich auch Aera ausgelesen.

Aera hat mich damals mit seinem Klapptext überzeugen können. Ich finde Mythologien einfach total spannend und dieses Buch versprach ja eine Menge Mythologie aus den unterschiedlichsten Kulturen. Auch die Idee, dass der Gott der Christen, Moslems und Juden (der ja im Grunde der gleiche ist), nicht auftaucht, klang für mich sehr spannend, da dies ziemlich großes Konfliktpotential besaß. Ich war also sehr neugierig, wie der Autor seine Ideen umsetzt und auch auf den Krimi drum herum hab ich mich gefreut, da es mal eine nette Abwechslung zu dem bieten sollte, was ich sonst so lese.

Die Geschichte spielt 4 Jahre in unseren Zukunft. Seit 2012 sind in diesem Buch die Götter zurück und einiges hat sich auf der Welt geändert. Alte Kulturen und Religionen sind wieder erwacht, Städte und Länder bekamen wieder ihre alte Namen und auch biblische Ort wie Sodom und Gommorha wurden wieder erbaut. Gleichzeitig lösten sich die drei ehemals größten Weltreligionen fast vollständig auf und nur noch wenige hielten an ihrem alten Glauben fest.
Mittendrin in dieser neuen Welt lebt Malleus, unsere Hauptfigur, der trotz der Götter um ihn herum, überzeugter Atheist bleibt. Er arbeitet bei Interpol und bearbeitet meist Fälle, in denen Götter vielleicht verwickelt sein könnten.

Das Buch ist in mehrere Episoden aufgeteilt in denen jeweils ein Mordfall behandelt wird. Darüber hinaus gibt es noch einen Fall, der sich durch die ganze Geschichte zieht und der erst am Ende des Buches aufgelöst wird. Dieser Aufbau liegt daran, dass das Buch als einzelne ebook-Episoden erschienen ist, bevor alle Geschichten als Taschenbuch zusammengefasst wurden. Was sicherlich als Ebook-Serie funktioniert, wirkt leider als Taschenbuch etwas losgelöst. Ich habe ehrlich gesagt zwischendrinnen immer mal den Faden verloren und hatte das Gefühl, dass die einzelnen Episoden eben austauschbar aneinandergereit sind. Besser gefallen hätte es mir, wenn der eine Fall, der sich übergreifend durch alle Episoden zieht, nicht immer so in den Hintergrund durch andere Mordfälle gedrängt, sondern etwas präsenter in die Episoden eingebaut worden wäre. Die einzelnen Episoden haben mir mal mehr und mal weniger gut gefallen, waren aber alle zum größten Teil unterhaltsam.

Die Figuren konnten mich im großen und ganzen auch überzeugen. Der etwas stoppelige Malleus alleine wäre mir wohl zu langweilig und etwas zu klischee gewesen, aber da er zusammen mit seiner Assistentin auftaucht, die mir sehr sympathisch war und einem unbekannten Schatten, der Malleus folgt und aus deren Sicht auch immer mal die Geschichte erzählt wird, war es eine wirklich gute Mischung. Obwohl der Schatten teilweise etwas krass drauf war, waren gerade seine Erzählstränge die unterhaltsamsten und ehrlich gesagt hätte ich auch das ganze Buch aus seiner Perspektive gerne gelesen.

Etwas gestört haben mich auch die dauernden Wiederholungen. Zu Beginn erzählt der Schatten ständig, dass er Malleus folgt und ihn vorerst beschützen wird, was man spätestens nach dem dritten Mal dann auch verstanden hat. Auch die dauernde Erwähnung, dass Malleus spezielle Zigaretten raucht, war irgendwann doch zu viel des Guten. Diese werden gefühlt in jedem zweiten Satz erwähnt.
Ebenso haben mich die Rechtschreibfehler gestört, die gegen Ende des Buches vermehrt auftauchten. Mir fallen solche in Büchern eigentlich gar nicht so auf, allerdings waren das schon so grobe Schnitzer, dass man sie nicht hat übersehen können.

Zuletzt muss ich noch erwähnen, dass dies mein erstes Buch von Markus Heitz war, von daher weiß ich nicht, ob dieses Buch auch nur ansatzweise mit seinen vorherigen Büchern vergleichbar ist. Mich konnte er jedoch leider mit diesem Buch nicht völlig überzeugen.



Fazit


Ein Buch, welches definitiv seine Höhen und Tiefen besitzt. Das Setting hat mir gut gefallen, da mich verschiedene Mythologien einfach immer faszinieren. Auch waren die einzelnen Episoden meist sehr unterhaltsam und der mysteriöse Schatten von Malleus war wirklich einfach genial (auch genial böse^^). Leider wirkte das Buch jedoch durch die Episoden etwas zusammenhangslos und auch die dauernden Wiederholungen waren irgendwann etwas nervig. Ebenso hat das Lektorat in Hinblick auf die Rechtschreibfehler etwas geschlafen.
Wer sich für dieses Buch interessiert, sollte vielleicht erst mal die Leseprobe lesen und wenn diese überzeugend ist, darf er sich auch an das Buch wagen. Ob das Buch etwas für Heitz-Fans ist, kann ich leider nicht beurteilen.

Stil: ♥♥ Charaktere: ♥♥♥
Humor: ♥ Gefühl: ♥
Spannung: ♥♥ Kreativität: ♥♥♥♥


3 Dreamcatcher
Danke an Droemer-Knaur für die Bereitstellung des Rezension-Exemplars :)

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