19 Juni 2016

[Bloggerbrunch] Rezensionsexemplare

6 DREAMS left | leave a DREAM
Besser spät als nie mache ich auch noch beim Bloggerbrunch mit. Vielleicht habt ja auch ihr Interesse an dem Thema und schaut mal bei Tanja und Leni vorbei :)


Hast du bereits ein Rezensionsexemplar erhalten? Falls Nein, was hat dich bisher davon abgehalten? Und falls ja, nach welchen Kriterien entscheidest du, ob du ein Buch anfragst oder nicht?
 
Ich habe schon ein paar Rezensionsexemplare erhalten :) Ich stelle mir jedoch, bevor ich anfrage immer drei Fragen:
1. Habe ich aktuell Zeit das Buch zu lesen?
2. Liegen hier noch irgendwo andere Rezensionsexemplare, die dringend gelesen werden müssen?
3. Und klingt das Buch so, als würde es mir auch wirklich gefallen?
Nur, wenn das alles passt, frage ich an. Ich finde es nämlich ein Unding, RE zu horten und gar keine Zeit dafür zu haben. Und ich möchte auch nicht so gerne Bücher anfragen, bei denen ich mir nicht ganz sicher bin, ob sie mir gefallen.


Kürzlich wurde ich netterweise von einer Autorin darauf hingewiesen, dass eine Rezension auf Amazon, sofern sie aufgrund eines vom Verlag oder Autor zur Verfügung gestellten Freiexemplar erfolgt ist, mit einem entsprechenden Hinweis versehen werden muss. Diese Regelung war mir neu.

Was denkst du über diese Regelung? Hast du bislang deine Rezensionen mit einem entsprechenden Hinweis versehen? Wie sieht so ein Hinweis bei dir aus?

Die Regelung war/ist mir auch neu. Bist du sicher, dass das auch stimmt?^^ Ansonsten finde ich die Regelung dämlich, weil das gleich wieder suggeriert, dass die Rezension gekauft ist. Sprich, du bekommst das Buch umsonst, musst dafür aber eine tolle Rezension schreiben. Und damit jeder weiß, sie ist gekauft, musst du es auch überall dazu schreiben.


Wenn du ein Buch für das Erstellen einer Rezension zur Verfügung gestellt bekommen hast, innerhalb welcher Zeit siehst du dich verpflichtet es zu lesen und eine Rezension online zu stellen? Auf welche Plattformen, Händlerseiten oder auch sozialen Netzwerken stellst du deine Rezension ein? Auf welchen Seiten sollte deines Erachtens eine Rezension unbedingt eingestellt werden und warum?

Ich versuche es, wie schon erwähnt, so schnell wie möglich zu lesen. Hab jetzt keinen festgelegten Rahmen, aber ich denke es vergeht maximal ein Monat, bis ich es rezensiert habe. Ich lade die Rezensionen nur auf LB, Amazon und hier hoch (und ggf. auch beim Bloggerportal) und ich finde, das reicht dann auch. Jede weitere Seite ist ja auch wieder mit zusätzlicher Arbeit verbunden.
Unbedingt eingestelle werden sollten Rezensionen auf Amazon, da dort eben die meisten Bücher verkauft werden. Lovelybooks kann ich gar nicht so einschätzen, aber ich glaube, dort erreicht man auch noch sehr viele Leute. Alles danach ist mir gar nicht so präsent muss ich sagen.


Wie sollte deiner Meinung nach eine Rezension aussehen? Welche Punkte dürfen auf keinen Fall darin fehlen, was kann man auch gut weglassen? Bevorzugst du einen besonderen Aufbau? Sollte eine Rezension lieber kurzgefasst oder doch etwas informativer und dann vielleicht auch länger ausfallen?

Ich finde erst mal ganz grundlegend gehört zu einer Rezension das Coverbild und der Klapptext. Zusätzlich den Inhalt noch mal zusammenfassen, finde ich nett, aber nicht unbedingt nötig. Ansonsten möchte ich ehrlich wissen, warum jemand X Sterne vergibt, also was gut und was schlecht war. Ganz schlimm finde ich Rezensionen, die nur den Inhalt beschreiben und dann einen Satz schreiben nach dem Motto "Das Buch hat mir eigentlich ganz gut gefallen, deswegen 4 Sterne." Das reicht mir einfach mal gar nicht und ist für mich keine gelungene Rezension. Ansonsten ist mir die Länge der Rezensionen egal, ich finde es allerdings wichtig, dass es bei einer längeren Rezi ein Fazit gibt, damit die Leute eben entscheiden können, ob sie es genau wissen wollen, oder nur die Kurzfassung haben möchten.


Meine freie Frage zu dem Thema: 
Was haltet ihr von Rezensionsexemplaren, die ihr unaufgefordert geschickt bekommt (oder bekommen würdest)?

Also ich finde es okay, wenn der Verlag eben meinen Geschmack auch versucht zu treffen und wenn es im Rahmen bleibt. Irgendwann letztens habe ich von jemandem gelesen, der in einem Post erklärt hat, warum sie keine RE mehr annimmt und dort stand dann auch, dass sie quasi die gesamten Neuerscheinungen von einigen Verlagen zugeschickt bekommen hat und deswegen nicht mehr selbst entscheiden konnte, was sie lesen möchte. Und genau hier würde bei mir auch der Spaß aufhören. Ein paar Exemplare so geschickt zu bekommen ist okay, aber wenn es solche Ausmaße annimmt, würde ich auch die Reißleine ziehen.

Kommentare:

  1. Rezensionen, die nur den Inhalt aufarbeiten und in einem Satz geschrieben wird, ob man das Buch gut oder schlecht findet mag ich auch nicht. Mir fehlt dann genauso wie dir der Grund, warum war das Buch gut bzw. was hat einem nicht gefallen. Auf mich wirken solche Kritiken auch eher so, als hätte man gar nicht wirklich Lust überhaupt eine zu schreiben, sondern möchte eher kostenlos Bücher abstauben, ohne Arbeit zu haben.

    Also auf dem Blog gehört für mich die Angabe, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt dazu, finde das ist man den Lesern auch schuldig und man merkt ja anhand den Kritiken, ob das nun den Blogger beeinflusst oder nicht. Ich habe auch schon mehrere Filme kostenfrei sehen dürfen, um diese zu rezensieren, aber für mich war es dann sehr wichtig, dass ich da auch transparent bleibe und meine Leser wissen, das ich dafür nichts zahlen musste. Jedoch beeinflusst das definitiv nicht meine Meinung. Ich bin aber jemand, der dann schon im Vorfeld hier nur auf Filme einlässt, wo ich das Genre auch mag und da ist die Chance auch höher, dass diese mir dann auch gefallen.

    Auf Amazon wusste ich aber nicht das man das kennzeichnen muss. Finde ich jetzt aber auch nicht soo schlimm.

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    1. ja, das stimmt. Wirkt wirklich so, als hätte man keine Lust darauf. Hab irgendwann mal einen Blog gefunden, mit ziemlich vielen Lesern, der jedoch nur solche Rezis geschrieben hat, fand ich wirklich merkwürdig.

      Also mir ist es persönlich egal, ob das jemand kennzeichnet oder nicht, ich gehe immer erst mal (naiv) davon aus, dass die Leute trotzdem vernünftig bewerten. Aber ich verstehe auch, warum Leute das gerne sehen würden.

      Das Amazon das gerne gekennzeichnet hätte, find ich jetzt nicht ultra schlimm, aber ich finde, damit unterstellen sie schon indirekt, dass man die Rezensionen auf jeden Fall anders behandeln muss. Aber ich kann damit leben, das ab jetzt zu machen^^

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  2. Huhu Lena,
    erst mal möchte ich mich auch hier nochmal herzlich dafür bedanken, dass du auch im Nachhinein noch teilgenommen hast.

    Jetzt gehe ich mal im Detail auf die einzelnen Punkte ein.

    Frage 1:
    Sehe ich absolut genauso wie du. Da gibt es für mich rein gar nichts mehr hinzuzufügen :o)

    Frage 2:
    Hier nochmal der Link zu den Richtlinien: https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html/?ie=UTF8&nodeId=201731200
    Ich sehe diesen Hinweis auch sehr zwiegespalten. Da schwingt schon sehr die Aussage mit, dass die Rezension aufgrund des Erhalt eines Exemplares positiver ausfällt, als bei einem gekauften Buch.

    Frage 3:
    Meines Erachtens deckst du mit den Plattformen auf denen du veröffentlichst die Wichtigsten ab.

    Frage 4:
    Ich finde deine Erwähnung, dass man bei einer längeren Rezension ein Fazit einbauen sollte, sehr interessant. Bei der Frage habe ich an sowas nicht gedacht. Ich bin da aber auch deiner Meinung.

    Ich bin der Meinung, dass ich schon mal bei Verlagen gelesen habe, dass sie es nicht so schön finden, wenn man den Inhalt einfach abkopiert. Ich finde es auch persönlich schöner, wenn man den Inhalt mit eigenen Worten wiedergibt. Das ist aber wohl reine Geschmackssache.
    Einen Monat als Zeitansatz finde ich persönlich auch okay. Wir haben in der Runde diskutiert. Dort lagen die Zeitansätze zwischen zwei und drei Wochen. Leni und ich haben auch noch festgestellt, dass wir beide zum Buch immer noch ein Extra bringen. Bei Leni gibt es unterschiedliche Extras, bei mir eine kulinarische Begleitung. Diese Artikel müssen ja auch noch vorbereitet und erstellt werden.

    Zusatzfrage:
    Erstmal: Großes Lob. Die Frage finde ich sehr interessant!

    Ich selbst habe bislang noch keine solche Erfahrungen gemacht. Mir ist es aber auch lieber, wenn ich eine Anfrage per Email erhalte und dann selbst entscheide, ob die Geschichte meinen Geschmack treffen könnte und vor allem auch, ob ich gerade Zeit für ein Rezensionsexemplar habe.

    Ganz liebe Grüße Tanja

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    1. Hey :)

      Ich hab die Regeln bei Amazon schon gegoogelt. Aber sie haben es auch wirklich gut versteckt, muss man schon sagen.

      Also ich finde es immer nett, wenn es ein Fazit gibt, deswegen hab ich das gesagt. Es gibt nämlich Tage, da hab ich mehr und Tage da hab ich weniger Lust lange Rezis zu lesen und dann ist ein Fazit immer super.

      Also ich versuche es schon schneller zu lesen, aber mit allem drum und dran kann es schon mal einen Monat dauern. Kommt aber auch darauf an, ob das Buch 200 oder 600 Seiten hat^^

      Mir ist es bis jetzt zwei oder drei Mal passiert, waren aber wirklich Bücher, die ich auch lesen wollte. Aber generell mag ich auch lieber selbst entscheiden, ob ich Zeit für ein RE habe, oder nicht.

      Liebe Grüße
      Lena

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  3. Die Regelung, dass man bei Amazon angeben muss, wenn man das Buch als Rezensionsexemplar erhalten hat, finde ich auch völlig bescheuert. Das schadet doch Autor und Verlag eher, weil die Rezension dann gekauft aussieht, wie du schon sagst.

    Was mich bei Rezensionen auf die Palme bringt, sind ebenfalls Leute, die nur den Inhalt zusammenfassen. Das kann man in einem getrennten Abschnitt machen und dann unter "Meinung" bitte auch nur die Meinung sagen. Eine Zusammenfassung hilft schließlich nicht dabei, die Bewertung am Ende zu verstehen.

    Ich versteh gar nicht, wie Blogger das schaffen, ungefragt Rezensionsexemplare geschickt zu bekommen :o. Mir ist das erst einmal passiert und da hatte ich die ersten beiden Bände der Reihe jeweils in einer Leserunde gelesen, sodass sich der Verlag vermutlich dachte, da können sie mir auch Band 3 schicken ^^.
    Ich traue mich nicht, REs abzufragen, aber ich glaube, ungefragt würde ich sie auch nicht haben wollen. Dann würde ich mich vielleicht verpflichtet fühlen, etwas zu lesen, das ich nicht wirklich lesen wollte.

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    1. Also, da ich ja googeln war... Ich glaube, das Problem dahinter ist eben, dass man sich ja Rezensionen kaufen kann und das bei Amazon leider häufig gemacht wird. Bei uns kleinen Bloggern ist eher albern so etwas zu unterstellen, aber generell kommt das ja leider häufig vor. Deswegen schätze ich mal, wurde die Regelung eingeführt.

      Ich reg mich da auch immer auf^^ Hab irgendwann einen wirklich tollen Blog entdeckt und dann festgestellt, dass die Person nur solche Rezis schreibt, da ist mir dann irgendwie Lust vergangen häufiger vorbeizuschauen.

      Mir ist es bis jetzt einfach so zwei oder drei Mal passiert, aber da hat der Verlag auch gut drüber nachgedacht und ich hab mich mega gefreut. Aber ja, ich würde mich dann auch durch das Buch quälen (obwohl man ja auch alle zurückschicken oder nach Absprache weiter geben dürfte).

      Warum traust du dich denn nicht zu fragen? Mehr als nein kann ja niemand sagen ;)

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