25 Juli 2016

[Rezension] Dustlands, die Entführung - Moira Young

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Titel: Dustlands - Die Entführung
Autor: Moira Young
Übersetzer: Alice Jakubeit
Preis (TB): 8,99€
Seiten: 464
Erscheinungsdatum: Dezember 2011
Verlag: FJB
ISBN: 978-3-8414-2142-5
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Sabas Zwillingsbruder wird von Soldaten verschleppt. Sie schwört, ihn zu finden und zu befreien. Mit dem Mut der Verzweiflung macht sie sich auf einen Weg voller Gefahren, Gewalt und Verrat. Sie kann niemandem vertrauen - auch nicht dem Mann, der ihr das Leben rettet.


Rezension


Dieses Buch landete bei mir durch die Aktion "Das Jahr des Taschenbuchs". Wie alle Käufe von dort, war es also ein ziemlicher Spontankauf. Aber immerhin wusste ich, dass viele die Reihe super finden.

Die Geschichte beginnt an einem abgelegenen Ort, an denen Saba, ihr Bruder Lugh, ihre Schwester Emmi und ihr Vater leben. Ihr Leben ist nicht einfach und vor allem Lugh ist unzufrieden. Schließlich kommen Fremde auf den Hof, erschießen Sabas Vater und entführen ihren Bruder. Saba ist plötzlich alleine mit ihrer Schwester, welche sie bis dahin eher als lästig empfunden hat. Trotz allem ziehen die beiden los und versuchen, Lugh zu retten. Für Saba und Em, die beide noch nie den Hof verlassen haben, beginnt eine ziemlich abenteuerliche Reise.

Das Buch lässt mich wirklich zwiespältig zurück. Viele Elemente haben mir wirklich gut gefallen, andere haben mich mehr als aufgeregt und letztendlich weiß ich gar nicht so genau, wie ich das Buch bewerten soll.

Kommen wir erst mal zu dem, was mir wirklich gefallen hat.
Sehr gelungen ist die Geschichte an sich. Das Setting war spannend und konnte mich ziemlich packen. Besonders gefallen hat mir zum Beispiel die Passage in Hopetown, welche ein ziemlich trauriges Bild von Sabas Welt zeichnet. Auch die dystopischen Elemente haben mich neugierig gemacht und ich hoffe sehr, dass man noch mehr erfährt, wie die Welt so wurde, wie sie ist.

Etwas kritischer bin ich schon bei den Figuren. Eigentlich hat sich die Autorin wirklich Mühe gegeben, den verschiedenen Figuren Leben einzuhauchen. Gelungen ist ihr das jedoch nicht bei allen. Blass geblieben sind gerade die Figuren, die nicht ganz im Mittelpunkt stehen. Die beiden Mädchen, die Saba irgendwann begleiten, hatten zum Beispiel wenig Charakter und waren mir auch irgendwie egal.
Saba als Hauptfigur hat mir im großen und ganzen gefallen. Zu erst war sie etwas naiv und sehr auf ihren Zwillingsbruder fixiert. Später entwickelt sie sich jedoch weiter und wird zu einer starken, eigenständigen Persönlichkeit, die jedoch jedoch nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft. Genervt war ich jedoch irgendwann, wie sie mit Jack umgegangen ist, einem ihrer Mitreisenden. Obwohl dieser eigentlich sehr nett zu ihr war, war sie bei ihm die reinste Kratzbürste, ohne dass man als Leser eine Begründung für ihr Verhalten bekommen hätte. Dieses extreme Rumgezicke von Saba war am Anfang noch okay, später wirkte es auf mich eher lächerlich und ich wünschte mir mehr als einmal, dass sie endlich mal die Klappe hält.

Ebenfalls ein klarer Minuspunkt für mich ist der Schreibstil. Es ist für mich okay, wenn dieser in einem Jugendbuch eher locker und auch wenig verschnörkelt ist. Es ist für mich auch okay, wenn eine Figur eben etwas sehr umgangssprachlich redet, wenn das eben zu dieser Person passt. Jedoch weiß ich jetzt, dass ich es nicht mag, wenn auch bei Beschreibungen und beim Erzählen alles etwas sehr umgangssprachlich wirkt. So schreibt die Autorin zum Beispiel nicht: "Der Vogel sitzt auf dem Dach" sondern "der Vogel sitzt aufm Dach". Das kann man jetzt außergewöhnlich finden, ich finde es eher gruselig.


Fazit

Das Buch lässt mich sehr zwiespältig zurück. Ich mochte die Geschichte wirklich gerne und habe mich eigentlich auch optimal unterhalten gefühlt. Jedoch hat mich das hin und her von Saba und Jack irgendwann sehr gestört, da es eigentlich keinen guten Grund dafür gab. Auch der Schreibstil hat mich teilweise echt gegruselt. Ich denke jedoch, dass ich die Geschichte trotzdem weiterverfolgen werde.
Lesen dürfen dieses Buch alle, die kein Problem mit einem sehr umgangssprachlichen Schreibstil haben und gerne Dystopien bzw. Fantasyromane mit ungewöhnlichen Protagonisten lesen.
Wer eher ein Problem mit Umgangssprache hat, sollte definitiv einen anderen Roman lesen.


Stil: Charaktere: ♥♥♥
Humor: ♥ Gefühl: ♥
Spannung: ♥♥♥♥ Kreativität: ♥♥♥♥


3,5 Dreamcatcher

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