18 September 2016

[Rezension] Stimmen - Ursula Poznanski

0 DREAMS left | leave a DREAM



Menschen, die wirr vor sich hinmurmeln. Die sich entblößen, Stimmen hören: Die Psychiatriestation des Klinikums Salzburg-Nord ist auf besonders schwere Fälle spezialisiert. Als einer der Ärzte ermordet in einem Untersuchungsraum gefunden wird, muss die Ermittlerin Beatrice Kaspary versuchen, Informationen aus den Patienten herauszulocken. Aus traumatisierten Seelen, die in ihrer eigenen Welt leben. Und nach eigenen Regeln spielen...

Titel: Stimmen | Reihe: Kaspary & Wenninger | Autor: Ursula Poznanski | ISBN: 978-3-8052-5062-7 | Bei Rowohlt kaufen  



Dieses Buch ist bei mir im Rahmen des "Jahr des Taschenbuchs" eingezogen. Es passt nicht zu meinem Beuteschema, aber ich hatte einfach mal Lust auf etwas anderes. Und das Thema spricht mich ja auch ziemlich an.

Beatrice und ihr Partner Florin müssen sich in ihrem dritten Fall mit Morden in einer Nervenklinik beschäftigen. Der Fall beginnt damit, dass ein Arzt ermordet wurde. Doch warum? Alle schienen den Toten gemocht zu haben, Kollegen wie Patienten. Bea verbringt deswegen viel Zeit in der Klinik und lernt die Patienten kennen, vor allem mit Jasmin, eine traumatisierte Frau, die offensichtlich nichts von ihrer Umwelt wahrnimmt. Doch nimmt sie wirklich nichts wahr? Wieso hat sie dann den Toten mit Plastikmesser dekoriert? Und wie passt es zusammen, dass noch mehr Leute in der Klinik ermordet werden?

Generell konnte mich das Buch über weite Teile unterhalten. Dass Setting hat mich sehr interessiert, auch wenn die Einblicke in den Alltag einer Nervenklinik relativ kurz geblieben sind. Auch der Fall war gut und so aufgebaut, dass eine kontinuierliche Spannung vorhanden war, jedoch ist das Buch für mich kein Thriller, sondern ein ganz klassischer Krimi. Es war nicht besonders brutal oder gruselig und konnte deswegen auch gut nachts gelesen werden ;)

Etwas gestört hat mich, dass das Privatleben der Kommissarin sehr im Mittelpunkt stand und Bea auch eine ziemlich jammernde Art hat. So ist sie zum Beispiel davon überzeugt, dass sie nicht glücklich sein darf, denn immer, wenn sie glücklich ist, passiert irgendetwas schlimmes. Gleichzeitig sind da natürlich Gefühle für ihren Partner im Spiel und für einen Krimi oder Thriller wird es stellenweise ziemlich kitschig. Generell mochte ich Bea als Kommissaren wirklich gerne, jedoch war mir ihre private Geschichte ein bisschen zu klischeehaft.

Auch muss ich sagen, dass das Buch am Ende auf mich unglaubwürdig wirkte. Damit ich euch nicht spoiler, kann ich eigentlich nur sagen, dass mir der Masterplan des Täters am Ende einfach viel zu konstruiert wirkt. Ansonsten war die Auflösung für mich zufriedenstellend, auch wenn ich zumindest im Gefühl hatte, wer der Täter sein könnte. Nur das Warum war mir bis zur Auflösung ein Rätsel.






Mein erstes Buch der Reihe und mein erster Krimi (ja, ich bleibe dabei, dass es ein Krimi ist) von Ursula Poznanski. Obwohl mir das Wissen der vorherigen Bücher gefehlt hat, konnte ich der Geschichte gut folgen. Der Fall konnte mich ebenfalls unterhalten und besaß einige überaschende Wendungen, jedoch wirkte das Ende auf mich zu konstruiert. Trotz allem möchte ich auch die anderen Bände der Reihe lesen, da mich Schreibstil und Kommissare überzeugen konnte.


Stil: ♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥ | Humor: ♥♥ | Gefühl: ♥♥♥ | Spannung: ♥♥♥ | Kreativität: ♥♥♥
3 Dreamcatcher

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen