08 Januar 2017

[Rezension] Ein ganzes halbes Jahr - Jojo Moyes

6 DREAMS left | leave a DREAM


Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.
Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will.


Titel: Ein ganzes halbes Jahr | Autor: Jojo Moyes | Übersetzer: Karolina Fell  |
ISBN:  978-3-499-26672-0 | Bei Rowohlt kaufen  



Ein ganzes halbes Jahr gehört definitiv in die Kategorie "Bücher, die jeder gelesen hat, außer Lena". Da man ja nur Gutes über das Buch hört, musste ich das endlich mal ändern.

Es fällt mir nun, nachdem ich es gelesen habe, unglaublich schwer, meine Eindrücke und Meinung in Worte zu fassen. Das Buch konnte mich gut unterhalten, jedoch fehlt mir irgendetwas, um es zu meiner absoluten Lieblingsgeschichte machen zu können.Doch was dieses "etwas" ist, kann ich auch nach längerem Nachdenken nicht genau definieren.

Louisa verliert ihren Job. Da sie dringend das Geld benötigt, nimmt sie letztendlich widerwillig die Stelle als Pflegerin eines Tetraplegiker an. Will, der Tetraplegiker, landete vor zwei Jahren im Rollstuhl und kann kaum mehr als seinen Kopf bewegen. Er mag dieses fremdbestimmte Leben nicht, bei dem er 24 Stunden am Tag auf Hilfe angewiesen ist und möchte deswegen nicht mehr leben. Lou versucht jedoch alles, um ihn von diesem Vorhaben abzubringen.

Zusammengefasst kann man sagen, das Buch ist eine Mischung aus Ziemlich beste Freunde und das unerhörte Leben des Alex Woods zusammen mit einer Portion Kitsch. Obwohl ich sowohl ersteres als auch letzteres total genial finde, konnte mich ein ganzes halbes Jahr nicht völlig zum Ausrasten bringen. Vielleicht wegen der Portion Kitsch, die dafür sorgt, dass es in der Geschichte auch das ein oder andere Klischee gibt.

Ich mochte Lou und Will direkt vom ersten Moment an. Lou mit ihrer leicht tollpatschigen Art (konnte ich mich gleich gut hineinversetzen^^) und Will, der zwar am Anfang ziemlich unfreundlich war, jedoch später im Zusammenspiel mit Lou einen tollen Protagonisten abgegeben hat.

Dazu hat das Buch einige lustige, traurige oder ernste Momente zu bieten, die mich auch berühren konnten. Eigentlich schön, dass das Buch trotz des ernsten Themas nicht völlig bitterernst daher kommt. Obwohl ich wusste, wie es aus geht (wer kann sich das nicht denken^^), wollte ich doch immer wissen, wie es mit Lou und Will weitergeht. Und auch das Ende fand ich im großen und ganzen gut, auch wenn ich wegen "Alex Woods" da eine andere Umsetzung erwartet hätte.
 


Alles in allem ein schönes Buch, dass mich unterhalten und auch berühren konnte. Bis zur letzten Seite habe ich mit Lou und Will mitgefiebert. Beide Charaktere sind mir ans Herz gewachsen und doch fehlt mir irgendeine Kleinigkeit, damit das Buch wirklich für mich perfekt gewesen wäre.
Trotzdem ein sehr gutes Buch, dass jeder lesen sollte, der mit der Verbindung von Kitsch und Sterbehilfe umgehen kann ;)

Stil: ♥♥♥♥ | Charaktere ♥♥♥♥ | Humor: ♥♥♥ | Gefühl: ♥♥♥♥ | Spannung: ♥♥♥ | Kreativität: ♥♥♥

4 ,5 Dreamcatcher

Kommentare:

  1. Huhu Lena,
    ich habe das Buch auch vor längerer Zeit gelesen. Mir hat es damals sehr gut gefallen. Es war (glaube ich) auch mein erstes Buch von Jojo Moyes. Mir hat damals insbesondere der Schreibstil der Autorin gefallen. Die Art, wie sie die Geschichten angeht.
    Vielleicht hat dich die Geschichte nicht voll vom Hocker gerissen, weil du aufgrund der lobenden Kritiken mit einer bestimmten Erwartung an das Buch gegangen bist? Ich freue mich auf jeden Fall, dass es dir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen hat. Wirst du noch weitere Bücher von Joyo Moyes lesen? Falls ja: Ich kann dir Weit weg und ganz nah von ihr empfehlen.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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    1. Hey :)

      Ja, ich fand auch, dass das Buch wirklich angenehm zu lesen war, aber ich weiß noch nicht, ob ich noch ein Buch von ihr lesen möchte. Einfach, weil das ganze einfach nicht so ganz mein Genre ist und mir solche Bücher häufig zu banal sind (bei diesem Buch war das wegen der Thematik dann nicht so^^). Mal schauen, um was es geht, völlig ausschließen werd ich es nicht, dass ich doch noch ein Buch von ihr lese.

      Ja, natürlich bin ich auch schon mit einer bestimmten Haltung an das Buch heran gegangen. Und es hat mich auch ein bisschen gestört, dass ich wusste wie es ausgeht, glaube wenn ich am Ende gezweifelt hätte, wäre es vielleicht auch noch mal spannender gewesen.

      Liebe Grüße
      Lena

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  2. Hallo Lena,
    ich habe es letztes Jahr, kurz bevor der Film raus kam gesehen. Und es ging mir wie dir , mir hat auch ein bisschen gefehlt. Es hat mich nicht so begeistert, wie ich erhofft habe oder wie viele andere.
    Liebe Grüße
    Tanja

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    1. Hey :)

      Schön, dass du das nachvollziehen kannst, irgendwie hab ich einfach mehr erwartet als es letztendlich war. Und ich wusste von Anfang an wie es ausgeht, das hat mich auch ein bisschen gestört.

      Liebe Grüße
      Lena

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  3. Nabend :D

    Und da dachte ich erst, ich wäre die Letzte, welches dieses Buch noch nicht gelesen hat :D Denn zweiten Teil habe ich jetzt noch nicht gelesen. bin etwas "abgeschreckt" von den hin und her schwappenden Meinungen. Naja da schauen wir mal :D

    Tintengrüße von der Ruby

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    1. Hey :)

      ne, in diesem Fall, war ich es wohl :D Ich weiß auch nicht, ob ich den lesen möchte, habe mir die Rezis dazu angeschaut und ich glaube, das ist eher was für Leute, die bei Band 1 völlig ausgerastet sind^^

      Liebe Grüße
      Lena

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