08 Juni 2017

[Dies und Das] Eine unbequeme Wahrheit über positive Bewertungen

42 DREAMS left | leave a DREAM

Heute möchte ich mit euch mal über Amazon-Bewertungen reden, etwas über das ich mich von Zeit zu Zeit immer wieder wundere. Ich möchte dabei betonen, ich möchte hier nichts und niemanden pauschalisieren. Es gibt genügend faire und ehrliche Autoren!


Wieso bekommen manche Bücher so viele positive Bewertungen?

Es fing alles damit an, dass ich mir aufgrund von guten Bewertungen einige eBooks von Selfpuplishern gekauft habe. Beim Lesen musste ich dann aber feststellen, dass die Geschichten meist merkwürdig und voller inhaltlicher Fehler waren. Auch die Rechtschreibung war teilweise eine Katastrophe. Ich begann mich zu wundern. Wieso bekamen solche Bücher so gute Bewertungen? Waren die positiven Stimmen Freunde der Autoren? Wurden sie gar gekauft?

Natürlich kann ich diese Fragen nicht abschließend beantworten, aber nach und nach sind mir noch mehr merkwürdige Dinge aufgefallen und mir sind auch einige merkwürdige Geschichten zu Ohren gekommen.


Shitstorm wegen negativer Rezensionen

Irgendwann habe ich mal bei LB die Frage aufgeworfen, ob REs nicht generell besser bewertet werden, als "normale" Bücher. Im Laufe der Diskussion haben mir immer mehr User Geschichten darüber erzählt, was ihnen schon passiert, weil sie ihre ehrliche Meinung zu Büchern geschrieben haben. Manche wurden von den Autoren bedroht bzw. bestochen. Andere Autoren haben ihre Fans auf die Verfasser der negativen Rezensionen gehetzt und auf Facebook ganze Shitstorms ausgelöst (fairerweise sei hier zu erwähnen, es gibt auch den anderen Fall: Fans erzeugen von sich aus den Shitstorm und der Autor versucht sie zu beruhigen). Eine Autorin hat ihrer Zeit auch ein Gewinnspiel daran geknüpft, dass man bei einer Person, die eine schlechte Bewertung auf Amazon hinterlassen hat, auf "nicht hilfreich" klickt. Die Autorin hat das irgendwann zurückgenommen und sich entschuldigt, ich möchte es aber trotzdem erwähnen.
Das Verhalten der Fans und Autoren ist wohl einer der Gründe, warum manche Bücher sehr sehr gut bewertet werden. Die Autoren habe eine sehr starke Fanbase und jede Gegenmeinung wird rausgemobbt.


Massenhaft neue User mit der gleichen Meinung

Doch positive Bewertungen gibt es nicht nur durch echte Fans. Uns ist allen klar, dass man sich gute Bewertungen kaufen kann, doch selten kann man dies beweisen. Ich möchte euch hier jedoch von einem Fall erzählen, den ich vor einem Jahr entdeckt habe und der mir einfach komisch vorgekommen ist.

Angefangen hat alles damit, dass ich ein paar Rezis zu Schnee Elfen Herz von einigen Bloggern gelesen habe. Alle waren sich irgendwie einig, dass dieses Buch Potential hat, aber nicht mega gut ist. Unter einer der Rezensionen haben mehrere anonyme User ihre äußerst positiven Rezensionen gepostet. Also wörtlich. Ohne auch nur irgendwie auf die Bloggerin und ihren Post einzugehen. Etwas, dass sowohl Claudia als auch mich sehr verwundert hat. Noch wunderlicher fand ich es, dass eine der betreffenden Rezis auch auf Amazon gepostet wurde, zusammen mit massenhaft anderen sehr positiven Rezensionen. (Wer sich gerne meine kleine, aber feine Diskussion dazu durchlesen möchte: Amazon). Noch merkwürdiger wurde es, als auf LB massenhaft neue Profile erstellt wurden, die alle dem Buch fünf Sterne gegeben haben und eine kurze Rezension dazu geschrieben wurden. Besagte Profile waren seitdem nicht mehr aktiv (Lovelybooks), sondern wurden wohl nur für diese eine Rezi erstellt.
Die gesamte Mischung hat bei mir einen wirklich komischen Beigeschmack hinterlassen. Klar, ich kann es niemandem nachweisen und ja, vielleicht bin ich auch paranoid, aber auf mich wirkt es einfach komisch.


Und was ist eigentlich den Verlagen?

Ich verstehe vollkommen, dass es den Verlagen vor allem auf die Verkaufszahlen ankommt. Und ja, natürlich wollen und müssen die Verlage Geld verdienen. Deswegen ist es für einen Verlag auch sehr wichtig, wie beliebt ein Buch ist. Wo steht es in der Bestsellerliste? Wo steht es bei Amazon? Wie gut sind die Bewertungen?
Es gibt einige legale Wege, einem Buch zu mehr Ruhm zu verhelfen. RE zu verteilen und Bloggertouren zu veranstalten sind ein paar Beispiele. Dadurch bekommt das Buch auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit. Aber natürlich heißt mehr Aufmerksamkeit nicht gleichzeitig auch mehr positive Bewertungen. Ich kann und ich möchte an dieser Stelle nicht darüber spekulieren, ob Verlage sich positive Meinungen kaufen. Ich halte es für möglich, aber ohne Beweise mag ich auch in diesen postfaktischen Zeiten nicht darüber reden.


Werden Blogger mit REs nicht auch gekauft?

Es gibt Studien darüber, dass kostenlose Artikel besser bewertet werden, als selbst gekaufte, von daher kann ich diese Frage mit einem "auf gewisse Weise schon" beantworten. Klar, wir bekommen die Bücher umsonst, und die Verlage erhoffen sich so eine positive Rezension, die es wahrscheinlicher gibt, als wenn wir uns das Buch gekauft hätten. ABER der große Unterschied ist, dass wir nicht vorgeschrieben bekommen, was wir schreiben sollen. Wir dürfen unsere ehrliche Meinung schreiben und wir sollten auch unbedingt davon Gebrauch machen. Deswegen: Lasst euch von REs nicht "kaufen". Seid ehrlich mit euch, euren Lesern und den Verlagen. Davon haben wir alle mehr, wie von einer gelogenen positiven Rezension.


Das klingt jetzt ja alles ein bisschen deprimierend, aber wie gesagt, ich schleppe das schon eine Weile mit mir herum. Ich bin kritischer geworden, was die Bewertungen auf irgendwelchen Plattformen angeht und würde auch euch raten, den vertrauten Bloggergesichtern mehr zu vertrauen, als der anonymen Masse.
Gleichzeitig möchte ich nochmal betonen, dass für mich Autoren oder auch Fans, die andere wegen ihrer Meinung Beleidigen, gar nicht gehen. Mir ist dies noch nie passiert, aber ich meide einige Autoren genau aus diesem Grund.
Und zum Abschluss möchte ich euch bitten: Egal ob ein Buch schlecht oder gut war, schreibt eine ehrliche Rezension! Bitte verzichtet auch nicht darauf, weil euch das Buch nicht gefallen hat und ihr Angst vor der Autorin habt oder diese nicht verletzten wollt. Nur mit Kritik wird man besser und wenn wir alle schweigen wird sich nichts verbessern.



Was sagt ihr zu diesem Thema?

Ihr habt tatsächlich alles gelesen? Dafür bekommt ihr jetzt erst mal einen Keks. Ansonsten fühlt euch frei, eure ehrliche Meinung zu sagen.

Kommentare:

  1. Hey =)

    Ich bin bei zu vielen zu sehr positiven Bewertungen auch immer sehr skeptisch. Meistens warte ich dann noch ein bisschen ab. Manchmal kommen objektive bzw. negative Stimmen erst zum Vorschein, wenn ein Hype wieder etwas abflacht.
    Ich selbst bewerte Bücher unabhängig davon, ob es ein RE ist oder ich das Buch selbst gekauft habe. Den Bloggern meines Vertrauens gestehe ich das gleiche Vorgehen zu.

    Ich habe bisher erst einmal erlebt, dass eine negative Rezension von mir ein wenig Empörung bei einer Autorin ausgelöst hat. Ich hab schon ganz deutlich gemerkt, dass sie nicht mit meiner Meinungsäußerung zufrieden war und trotzdem lief der daraus resultierende Dialog einigermaßen fair ab. Das war das erste Mal, dass ich realisiert habe, dass mein kleiner Blog durchaus in der Verlags- und Autorenwelt beachtet wird.

    Die Zusammenarbeit mit den Verlagen klappt ganz wunderbar, egal ob eine Meinung zu einem Buch auch mal etwas negativ ausfällt. Das gehört eben dazu. Konstruktive Kritik ist immer willkommen, jedenfalls hab ich das bisher so erlebt.

    LG
    Anja

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    1. Hey :)

      Ja, ich bin auch immer skeptisch, wenn alle so positiv klingen. Wobei ich mir meist aus Prinzip dann auch die einzelnen negativen Meinungen durchlese und dann entscheide, ob das Buch mir trotzdem gefällt. Wenn zum Beispiel die schlechte Grammatik oder so angesprochen wird, dann lass ich es meist sein.

      So lange es noch ein höflicher Dialog war, ist es ja auch okay. Ich bin einfach der Meinung, wer Autor wird, MUSS mit Kritik umgehen können, denn niemand wird von allen geliebt. Aber trotzdem interessant, dass sie wegen deiner Meinung noch mal auf dich zugekommen ist. Hatte ich bis jetzt noch nie.

      Ich hatte auch noch nie Probleme damit, wenn mir ein Buch nicht gefallen hat. Trotzdem schätze ich, dass es auch dem Verlag wichtig, ist wie gut ein Buch im Internet dasteht ;)

      Liebe Grüße
      Lena

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  2. Wahre Worte, das ist ein Thema über das man viel nachdenken kann und auch sollte. Ich bin zum Glück noch nie wegen einer negativen Meinung angegangen worden (ich blogge aber auch nicht, sondern rezensiere nur bei Lovelybooks), ich kann mir aber vorstellen, dass einen das abschreckt und generell vorsichtig werden lässt, was man schreibt. Was so einfach nicht sein sollte, denn wir alle wollen ehrliche Meinungen lesen... und deshalb auch solche schreiben.

    Mir tut es immer leid, wenn ich mal bei einer Leserunde teilnehme und dann das Buch nicht mag. Vor allem wenn der/ die Autor/in dabei ist. Aber auch in dem Fall bin ich ehrlich und habe bisher sowieso nur einmal eine Reaktion einer Autorin darauf bekommen. Sie hat mich aber nicht etwa angegriffen, sondern nachgefragt und wir haben einige Mails ausgetauscht. Ein schlechtes Gewissen hatte ich zwar, weil ich ziemlich viel an etwas herumgemäkelt habe, auf was sie sehr stolz ist - aber gerade weil sie so offen war werde ich mir ihr nächstes Buch auf jeden Fall näher anschauen und ihr sehr gerne noch einen Versuch geben.

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    1. Hey :)

      Ja, je nachdem was man für ein Mensch ist, kann es gut sein, dass man entweder gar nicht mehr rezensiert oder nur noch positiv schreibt, sobald man mal einen Shitstorm ausgelöst hat. Ich glaube, ich persönlich würde das nicht auf mir sitzen lassen und versuchen mit dagegen zu wehren.

      Ja, ich finde es auch immer etwas bitter, wenn ich das Buch einer LR nicht mag und der Autor mitliest. Kam bei mir auch erst einmal vor, aber die Autorin war total verständnisvoll und ich glaube auch, dass sie dadurch einiges für ihr nächstes Buch gelernt hat. Und mir geht es wie dir. Dadurch, dass sie so nett war, würde ich jederzeit wieder ein Buch von ihr lesen. Wenn sie fies geworden wäre, wären ihre Bücher bei mir auch durch.

      Liebe Grüße
      Lena

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  3. Danke für den Keks! Das ist auf jeden Fall ein spannendes Thema! Und manche Geschichten, die man so zu hören bekommt, sind auch einfach nur gruselig. Ich denke in allen Communities gibt es manchmal solche Dramen, leider auch in der Buchwelt:/
    Es geht überhaupt nicht in Ordnung, über kritische Rezensionen zu hetzen. Ich verstehe, dass das für Autoren alles ein sehr sensibles Thema sein kann und einen negative Bewertungen vielleicht treffen. Aber (auch wenn das manchmal hart ist) bringt man mit einem Buch eben etwas heraus, dass von allen beurteilt werden kann. Und damit muss man irgendwie klarkommen. Und keinesfalls Leute in den Dreck ziehen, die ihre ehrliche Meinung sagen!
    Ich finde es bei englishen Booktubern (also Youtuber die über Bücher vloggen) schon krass, dass sie sehr oft betonen müssen, dass sie bitte keinen Hate kriegen wollen, wenn sie bestimmte Bücher nicht mögen. Dass man sowas extra erwähnen muss ist schon traurig.

    Ich hatte zum Glück nie ein Problem damit. Wenn ich mal eine eher negative Rezension zu einem RE schreibe kriege ich sowas vom Verlag zurück wie "hoffentlich gefällt dir unser nächstes Buch wieder besser", was ich sehr höflich und nett finde:)

    Liebe Grüße
    Julia

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    1. Hey,

      gerne, lass ihn dir schmecken :D

      Ich sehe es auch so. Ein Autor muss einfach mit Kritik umgehen können, denn kein Buch wird von allen geliebt. Und wenn er es nicht kann, sollte er, allein schon für seinen Ruf, zu Hause toben und von mir aus ins Kopfkissen beißen, aber eben nicht anfangen zu hetzen.

      Ich hatte auch noch nie Probleme damit und bis jetzt waren auch die Verlage und Autoren immer verständnisvoll.

      Liebe Grüße
      Lena

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  4. Guten Morgen!

    Ich höre immer wieder von dem Thema, fühle mich aber davon nicht so wirklich betroffen. Ich lese Rezensionen mittlerweile nur noch direkt auf Blogs ;)
    Bei Amazon schau ich natürlich auch mal nach, aber das ist im Gegensatz dazu doch relativ selten, deshalb fällt mir das alles gar nicht so explitzit auf.

    Von "gekauften" Bewertungen hört man ja immer wieder mal - und negative Kritik wird nicht gerne gesehen, was ja normal ist. Aber ich rezensiere viel auch für Verlage und ich wurde noch nie dazu aufgefordert, etwas zu beschönigen. Wenn mir ein Buch wirklich mal nicht so gut gefällt, was selten vorkommt, da ich sehr gut auswähle, dann kommt als Rückmeldung eher "Danke für deine ehrliche Meinung" ;)

    Du hast geschrieben: "Klar, wir bekommen die Bücher umsonst, und die Verlage erhoffen sich so eine positive Rezension, die es wahrscheinlicher gibt, als wenn wir uns das Buch gekauft hätten."

    Das finde ich nicht. Ich bewerte jedes Buch gleich: nach meinem Geschmack! Egal ob ich es gekauft, getauscht, geschenkt bekommen oder als Rezi Ex erhalten habe ;)

    Aber durch die vielen kleinen Facebookposts weiß ich, dass es doch immer wieder auffällt, dass Rezis tatsächlich "gekauft" oder sonstwie beeinflusst werden (also vor allem bei Amazon), das ist schon sehr schade!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hey :)

      Ja, ich lese auch häufig nur noch auf Blogs. Oder ich lese auf Amazon eine positive und eine negative Rezension und entscheide dann. Nur die Sterne-Bewertung ignoriere ich meist.

      Nein, ich glaube auch nicht, dass die Verlage uns Blogger irgendwie angehen würden, weil wir eine negative Meinung zu einem Buch haben. Bei den REs wird ja immer betont, dass wir gerne ehrlich sein dürfen. Ich glaube jedoch, dass es einem Verlag im Allgemeinen schon wichtig ist, viele positive Rezensionen zu einem Buch zu bekommen, damit die Verkaufszahlen stimmen.

      Der Satz, dass sie wahrscheinlicher positive Bewertung bekommen - Ich beziehe das darauf, dass es aus psychologischer Sicht wahrscheinlicher ist, Dinge, die man geschenkt bekommt, besser zu bewerten. Also das funktioniert eher unbewusst.

      Liebe Grüße
      Lena

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    2. Ja, so stimmt das natürlich irgendwie schon - bzw. hab ich ein schlechteres Gewissen, wenn ich es negativ bewerte ^^ Wobei es bei den Verlagen jetzt nicht so wirklich ins Gewicht fällt, also von meinem Gefühl her.

      Schlimmer ist es, wenn ich mit einem Autor direkt schriftlich Kontakt habe, ihn oder sie also persönlich kenne - da fällt es mir dann schon schwer muss ich zugeben.

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    3. Ja, ich weiß was du meinst. Ich hatte auch ein schlechtes Gewissen als ich in der Leserunde mit Autor das Buch kritisiert habe. Aber da es auch ihr Debüt war, dachte ich mir, es bringt ihr mehr, wenn ich sage, was mir nicht gefällt, wie wenn ich alles lobe.
      Ich finde aber, man sollte die Kritik vernünftig verpacken. Bei manchen Buchverissen, die hier so auftauchen (und die ja auch wirklich sehr unterhaltsam sind, ich gebe es zu), will ich gar nicht wissen, wie verletztend die für den Autor sind.

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    4. Ich mag auch keine verletzenden Dinge schreiben - aber das kommt vielleicht auch ein bisschen auf die eigene Grundeinstellung an. Manchen ist das halt völlig egal, was im Prinzip auch gerechtfertig ist: sie sagen halt ihre (!) Wahrheit unverblümt ^^
      Ich verpacke das auch immer lieber, man kann ja auch "nett" Kritik üben ...

      Ich hab deinen Beitrag übrigens auch in meiner heutigen Stöberrunde verlinkt ;)

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    5. ja, das stimmt auch wieder^^ Und ich lese echt gerne Rezis zu schlechten Büchern :D

      Danke schön :)

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  5. Guten Morgen,

    mir selbst wurden auch schon Angebote gemacht, damit ich ein Buch lese und es dann positiv bewerten soll, aber ich habe es jedes Mal abgelehnt und werds das auch weiterhin tun.
    Ich finde es immer total schade, wenn Leute sich derart kaufen lassen nur um ein Buch gratis zu bekommen.
    Mir tut es oft weh, ein Buch zerpflücken zu müssen, weil jeder Autor hat natürlich viel Arbeit da rein gesteckt. Aber auch wenn ich ein RE habe und es abbreche schreibe ich das in meine Rezension mit rein und bleibe ehrlich.

    LG
    Bettina

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    1. Hey,

      ja, ich finde das geht gar nicht. Das ist nichts anderes als eine gekaufte Meinung und darauf sollte man sich echt nicht einlassen. Sagt halt auch viel über den Autor aus, wen mir jemand ein solches Angebot machen würde, würde ich den Autor direkt auf die "Niemals Lesen"-Liste setzen.

      Klar, ein Buch zerpflücken finde ich auch nicht gut, ich finde man kann bei seiner Rezi schon einen gewissen Ton wahren und sollte zumindest vernünftig begründen, warum ein Buch schlecht ist. Aber wie du schon sagst, wir sollten einfach ehrlich sein und nicht nur das schreiben, was andere hören wollen.

      Liebe Grüße
      Lena

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  6. Guten Morgen :)

    Eine interessante Thematik, die mir auf dem ein oder anderen Wege schon ein paar Mal über den Weg gelaufen ist.

    Ich hatte da auch mal eine sehr interessante Begegnung mit einer Autorin: ich fand, ihre Bücher klangen ganz interessant und so sind wir ins Gespräch gekommen. Als sie herausfand, dass ich Bloggerin bin, wollte sie mir ein RE geben - aber nur unter der Bedinung, dass ich ihr Verspreche (und unterschreibe), dass ich dem Buch 5 Sterne gebe. Ich wusste gar nicht, was ich darauf antworten sollte, denn ich finde das absolut frech! Ich habe dann gesagt, dass ich immer eine ehrliche Meinung schreibe und das ich meinen Lesern (und auch mir selbst) eine ehrliche Meinung schuldig bin. Das fand sie natürlich nicht schön und erklärte mir dann, dass eine 3-Sterne-Rezi sie als Autorin nicht weiterbringt.
    Als Bloggerin fand ich das einfach nur frech ... und ich konnte es auch nicht nachvollziehen.

    Für mich habe ich daraus gelernt, dass ich bei großen Portalen (Amazon etc) eher nur noch die schlechteren Bewertungen lese (wenn überhaupt). Und das ich eher die Meinungen von Bloggern lese, die ich kenne und wo ich weiß, dass sie eine ehrlich Meinung schreiben.

    Es gibt auch tolle Autoren - ich arbeite mit etlichen zusammen und habe immer wieder festestellen müssen, dass diese manchmal lieber eine ehrliche Meinung mit Kritik haben wollen als eine Lobhymnen. Viele fragen dann auch nochmal nach und manche sind tatsächlich auch schon froh über den ein oder anderen Hinweis gewesen. Natürlich gab es auch welche, die nicht so unbedingt begeistert waren, aber sich trotzdem bedankt und sich nicht beschwert haben.
    Ansonsten habe ich auch mit Verlägen bisher noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.

    LG Andrea

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    1. Hey :)

      Oh man, ich glaube mit der Autorini hätte ich mich angelegt^^ Aber es ist auch völliger Quatsch, dass sie 3 Sterne nicht weiterbringen. Sie sollte sich da einfach mal durchlesen, was die Leute kritisieren und versuchen dann daran zu arbeiten. Bringt doch mehr wie reine Lobhuddelei.

      Ja, auf keinen Fall sollte man alle Autoren hier über einen Kamm scheren. Bestimmt sind einige über jede Rezension dankbar und gerade bekannte Autoren wollen sicher auch nicht ihren Ruf verlieren. Ich hoffe einfach, ich schaffe es weiterhin einen Bogen um die ganzen schwarzen Schafe zu machen, denn bis jetzt hatte ich immer Glück.

      Liebe Grüße
      Lena

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  7. Hi Lena,

    bei Rezensionsexemplaren ist es schon mehrere Male passiert, dass mir ein Buch kaum gefallen hat. Allerdings haben die Autoren bisher immer freundlich reagiert, wenn sie meine negative Rezension gelesen haben. Ich kann mir so jetzt gar nicht vorstellen, wie man für seine eigene ehrliche Meinung einen Shitstorm bekommen kann oder sich entschuldigt, nur weil der eigene Leseeindruck anders ist als der von alle anderen. Das ist sehr widersprüchlich.

    Zugegeben bin ich von deinem Beispiel zu ,,Schnee Elfen Herz" nicht überrascht, mir ist schon mal so ein Fall von Fake-Rezensionen und offensichtlichen Fake-Accounts aufgefallen, wo unübersehbar ein Buch nur unzählige 5-Sterne-Bewertungen hat aber keine richtigen Rezensionen abgesehen von unglubwürdigen 1-Satz-Lobeshymnen (hier bei LovelyBooks die Diskussion: https://www.lovelybooks.de/thema/Meldung-von-falschen-Accounts-Rezensionen-etc--1191649709/ ) In diesem Fall bin ich mir zu 99% sicher, dass es sich um falsche Accounts handelt, die nur erstellt wurden, um das Buch im Ranking in die Höhe zu treiben. Also bist du nicht allein paranoid ^^

    LG Julia

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    1. Hey :)

      Doch, leider kommt die ehrliche Meinung nicht immer gut an, wobei Shitstorms doch aktuell noch vergleichsweise selten vorkommen. Man muss halt aufpassen mit welcher Fangemeinde man sich anlegt^^

      Dein Thread hab ich mir durchgelesen und ja, das klingt ziemlich stark nach Fake-Accounts. schade nur, dass offensichtlich nicht so viel von LB aus dagegen unternommen wird.
      Die Tage hab ich auch jemanden gesehen, der sich frisch bei LB angemeldet hat und dann einen User attackiert hat, weil er es wagt als Autor wagt sich einen privaten Account zu erstellen und dann ein Buch schlecht zu bewerten. Ich hab mir das Profil angeschaut und besagte Person hat sehr viele Bücher gelesen und viele Bücher gut bewertet, aber eben eines nicht. Und trotzdem kamen anscheinend schon irgendwelche Leute auf seine Facebookseite und fingen an zu hetzen, dass er nur seine Kollegen schlecht machen möchte. Auch das fand ich schon wieder ziemlich erschreckend. (Und ich fühle mich noch mehr paranoid, seit ich diesen Artikel veröffentlicht habe, begegnet mir das Thema überall :D)

      Liebe Grüße
      Lena

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  8. "Und zum Abschluss möchte ich euch bitten: Egal ob ein Buch schlecht oder gut war, schreibt eine ehrliche Rezension!"

    Also Autor kann ich Dir einfach nur für diesen Post danken!

    L. G.
    Anton

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    1. Danke, ich freue mich sehr, das von einem Autor zu hören :)
      Die ganze Diskussion macht mich nämlich gerade schon wieder traurig, auch wenn ich davon überzeugt bin, dass es mehr vernünftige Autoren gibt als schwarze Schafe. Die negativen Dinge bleiben nur leider viel häufiger im Gedächtnis.

      Liebe Grüße
      Lena

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  9. Huhu,

    ein interessantes Thema über das ich auch oft nachdenke. Ob es wirklich gekaufte Rezensionen gibt darüber lässt sich wohl nur spekulieren, aber ich könnte es mir vorstellen.

    Was ich aber immer sehr auffällig finde, sind die ganzen positiven Bewertungen für neue Bücher, nachdem die Verlage Blogger, Booktuber und die Amazon Vine Produkttester mit Reziexemplaren versorgt haben. Darauf gebe ich dann auch nicht viel. Meist lese ich sowieso keine Rezis vorher, weil ich schon viel zu oft viel zu sehr gespoilert wurde. Wenn ich mir bei einem Buch aber wirklich nicht sicher bin, warte ich den ganzen Hype nach den Reziexemplaren erstmal ab und meistens kann man beobachten, dass die Bewertungen auf amazon dann sich auch weiter unten einpendeln, sobald die ersten Leute das Buch bewerten, die es wirklich selbst gekauft haben. Meist lese ich mir dann auch eher die negativen Bewertungen durch, insofern die konstruktiv sind und schaue, wie sehr mich die Kritikpunkte stören würden.

    Natürlich habe ich auch einige Blogger denen ich total vertraue und wo ich dann auch einschätzen kann, ob mir das Buch gefallen würde oder nicht.
    Aber insgesamt finde ich es sehr schade, dass durch kostenlose Reziexemplare oder gar Bezahlungen von Rezensionen die Unabhängigkeit der Blogger immer mehr zurück zu gehen scheint. Ich denke viele haben einfach Angst schlechte Bewertungen abzugeben, weil sie dann fürchten, dass die Verlage sie aus dem Verteiler für die Reziexemplare nehmen. Aber ich finde das immer insbesondere auffällig bei den Sternebewertungen. Was mir da immer wieder auffällt ist, dass dann zwar unzählige Kritikpunkte angebracht werden und man auch in der Rezension mehr oder weniger schreibt oder sagt, dass man es nicht gut fand und dann aber 3 Sterne vergeben werden. Da denke ich mir immer, wozu hat man dann meist eine 5 Sterne Skala, wenn man die gar nicht ausnutzt. Für mich sind 3 Sterne ein absolut durchschnittliches Buch und es liegt ja noch über dem Mittelwert der Skala, aber oft muss man 3 Sterne schon runter rechnen, dass demjenigen das Buch dann gar nicht gefallen hat und man sich nur nicht traut die Skala richtig auszunutzen.

    Bei mir ist es so, dass ich auch nicht alles als Reziexemplar annehme, zB. wenn ich schon vorher weiß, dass es wohl eher nichts für mich ist. Ich wähle die Reziexemplare schon vorher sehr gründlich aus und frage nur welche an, die ich mir auch selbst kaufen würde. Trotzdem ist es dann in einzelnen Fällen natürlich auch schon vorgekommen, dass es mir dann überhaupt nicht gefallen hat und ich habe 1 oder 2 Sterne vergeben. Ich habe da mit den Verlagen noch keine schlechte Erfahrung gemacht, denn meistens kam dann zurück: "Schade, dass es diesmal nicht das Richtige war. Vielleicht interessiert sie ein andere Titel aus unserem Programm" oder so ähnlich. Die Angst, dass einen Verlage dadurch keine Reziexemplare mehr zukommen lassen ist also meist unbegründet. Und das Buch wird ja trotzdem unzählige Male gepostet, in die Kamera gehalten und diskutiert, was ja für den Verlag trotzdem Werbung ist. Denn oft sind ja auch polarisierende Bücher gerade deswegen erfolgreich.

    Direkt mit Autoren habe ich diesbezüglich noch keine Erfahrungen gemacht. Ich kann mir aber vorstellen, dass viele das dann persönlicher nehmen. Aber über sowas muss man als Autor natürlich drüber stehen, so lange es konstruktive Kritik ist. Und nur das bringt einen Autor ja auch qualitativ weiter. Dies würde ich mir zumindest in so einem Fall sagen, um ein eventuell schlechtes Gewissen zu beruhigen.

    Viele Grüße, Julia

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    1. hey :)

      Ja, ich warte meist auch erst mal ab, bevor ich ein gehyptes Buch kaufe. Wobei, wenn ich die Rezensionen gelesen habe, habe ich meist so hohe Erwartungen, dass mich das Buch nur enttäuschen kann.

      Ja, ich glaube auch, dass manche Blogger Angst haben, dass negative Rezensionen zu REs irgendwie auf sie zurückfallen und deswegen besser bewerten, als sie es bei einem gekauften Buch tun würden.

      Also ich mache das auch manchmal, dass ich zwar einiges kritisiere, das Buch aber gar nicht so schlecht bewerte. Dann liegt es aber daran, dass mir das Buch eigentlich sehr gefallen hat, aber mir trotzdem ein paar Dinge aufgefallen sind, wenn du verstehst was ich meine^^

      Genau, ich denke auch man schaut bei REs stärker danach, ob einem das Buch auch gefallen könnte, aber wie du sagst, es ist auch kein Beinbruch, wenn es einem dann nicht gefällt. Aber das steht ja sogar teilweise beim Blogger-FAQ dabei. Die Leute glauben es nur nicht :D

      Liebe Grüße
      Lena

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  10. Hey,

    also bisher hatte ich immer Glück mit den RE, aber letztens hatte ich ein Buch gelesen, was ich etwas kritischer auf LB betrachtet habe und da habe ich auch gemerkt, dass das eher mäßig ankam. Mir wurde zwar nicht auf diese Weise begegnet, aber ich habe ebenfalls manchmal das Gefühl, dass einige Leute einfach jedes RE gut bewerten. Was ich schade finde, denn es geht ja gerade in Leserunden auch um den Austausch und nicht um das Buhlen um gute Bewertungen. Naja. Leidiges Thema. Ich kenne einige Bücher, die andere total hypen und am Ende denke ich mir "Was soll das?", weil es einfach nicht so gut ist für mich.

    Deine Beispiele regen wirklich zum Nachdenken an und ich finde, jeder sollte bei einer Rezension den Anspruch haben, es EHRLICH zu bewerten, denn am Ende sollte man nicht vergessen, dass das eben so oder so subjektiv ist und eine negative Bewertung bedeutet nicht, dass es gleich niemand kauft bzw. nicht trotzdem mit dem Buch versucht.

    Toller Beitrag!

    LG Sani Hachidori

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    1. Hey :)

      na ja, dass der Autor etwas enttäuscht ist, ist ja okay. Er sollte nur nicht versuchen, die Leute deswegen zu mobben oder ähnliches^^
      Ich hab eigentlich schon beides erlebt. Runden, in denen alle kritisch waren und Runden in den alle nur begeistert waren.

      Deinen letzten Absatz kann ich nur unterschreiben. Einfach immer ehrlich sein!

      Danke schön :)

      Liebe Grüße
      Lena

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  11. Ich vertraue auch lieber auf die Meinung von Bloggern, die ich kenne, als einfach nur die durchschnittliche Bewertung bei Amazon anzuschauen, gerade bei Selfpublishern. Wie du schon sagst, ich möchte niemandem etwas unterstellen, aber ich gehe fest davon aus, dass viele Rezensionen da von Freunden und Bekannten und extra positiv sind, selbst wenn sie nicht gekauft wurden.
    Und du hast schon recht, man leitet ungern eine negative Rezension an den Verlag weiter, aber ich würde mir noch schlechter vorkommen, wenn womöglich noch Leute aufgrund meiner Empfehlung ein Buch kaufen, das ich vielleicht gar nicht mochte. Also immer ehrlich sein!

    Liebe Grüße :)

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    1. Hey :)

      ja ich hab bei SP auch das Gefühl, dass sie aus verschiedenen Gründen sehr viele positive Bewertungen haben und nicht weil sie alle wirklich gut sind.

      Jap genau, ich finde auch, man sollte einfach ehrlich den Leuten erklären, ob man das Buch kaufen würde oder nicht, damit hilft man doch allen weiter.

      Liebe Grüße
      Lena

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  12. Ich achte schon immer bei Bloggern darauf, dass die Rezensionen ehrlich sind. Klar, dass man kann man nicht immer sagen, aber gerade wenn in Rezensionen auch geäußert wird, was einem nicht gefallen hat, dann ist das doch ein gutes Indiz dafür, dass man eine ehrliche Meinung liest.

    Auf anderen Portalen, wo man noch Rezensionen veröffentlichen kann, bin ich vorsichtig geworden. Egal ob es nun um Bücher geht, technische Geräte, Bewertungen zu Hotels etc. da sollte man immer mehr als eine lesen, aber auch nicht immer auf jede Aussage vertrauen. Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass viele Bewertungen heute gekauft sind.

    Die von dir geschilderten Fälle sind aber wirklich komisch und hinterlassen auch bei mir einen bitteren Beigeschmack und das Autoren einen Shitstorm anzetteln, nur weil einer Person ihr Buch nicht gefallen hat und sie das sachlich äußert, ist in meinen Augen eher traurig. Klar müssen die von ihrem Buch leben, aber man sollte auch immer bedenken das Geschmäcker unterschiedlich sind. Zumal man ja auch aus der Kritik etwas mitnehmen könnte. Gerade Autoren sollte nda Vorbilder sein ;).

    Was mich selbst angeht, ich versuche in meinen Rezensionen ehrlich und sachlich zu sein. Aber ich äußere auch, wenn mir etwas nicht gefallen hat, was im Umkehrschluss aber auch nicht heißt, dass dann das ganze Buch schlecht war. Manchmal ist man vielleicht einfach nur vom Ende enttäuscht oder findet eine Figur nervig, deshalb ist die Handlung ja trotzdem gut. Rezensionsexemplare hatte ich bisher nur weniger, weil mir manchmal einfach die Zeit fehlen würde, das Buch dann in 4 bis 6 Wochen zu lesen, aber bisher habe ich immer vorab angesprochen, wie es denn mit Kritik aussieht und betont, dass ich da meine ehrliche Meinung äußern möchte. Ein Problem hatte damit bisher niemand. Andernfalls hätte ich das Rezensionsexemplar auch gar nicht angenommen.

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    1. Hey :)

      Stimmt, gekaufte Rezis beschränken sich nicht nur auf Bücher. Ich denke fast, in anderen Bereichen kommen sie noch viel häufiger vor. Wobei ich ehrlich gesagt früher eher dachte, bei Bücher passiert so was nicht. Naiv, wie ich halt war^^

      Jap, ein Shitstorm wegen einer negativen Kritik ist wirklich das letzte. Leute, die so wenig Kritik vertragen, sollten keine Autoren werden. Es ist doch vorher klar, dass man nicht jedem gefallen wird. Selbst Harry Potter gefällt nicht jedem^^

      Ja, ich glaube, wenn du vorher klar machst, dass du ein Buch auch negativ bewertest, kannst du einige falsche Autoren schon mal aussortieren. Ich nehme eigentlich gar keine Bücher an, die nicht vom Verlag kommen, eben weil ich auch keine Lust habe, mich am Ende mit den Autoren zu streiten. Aber vielleicht mache ich es auch mal so wie du.

      Liebe Grüße
      Lena

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  13. Hey,
    so, erstmal krieg ich einen Keks (jippieh)
    und dann: ich bin erschrocken, als ich gelesen habe, was dir schon passiert ist, bzw. du mitbekommen hast.
    Bisher hab ich das noch nicht so gemerkt, aber ich glaube schon, dass es immer wieder Leute gibt, die ihre Produkte pushen wollen und positive Bewertungen kaufen. Ist ja nicht nur bei Büchern so, auch bei Hotelbewertungen.
    Stimmt, deshalb - vertraut euren bewährten Bloggern, die vielleicht ein Gesicht zu verlieren haben.
    Anonyme Amazon-Bewertungen sind mal schnell hingeschrieben.
    Ich habe diesen Beitrag auf meiner Wanderung durch die Welt der Bücherblogs verlinkt.
    Liebe Grüße

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    1. Hey :)

      Ja, lass ihn dir schmecken :D

      Ich hätte das früher irgendwie auch nicht gedacht, aber eigentlich ist es schon logisch. Gerade wenn man als Autor davon lebt, viele Bücher zu verkaufen, ist es bestimmt besser viele positive Bewertungen zu haben.

      Danke schön fürs Verlinken :)

      Liebe Grüße
      Lena

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  14. Hey,

    ich hatte besagtest Buch auch als RE bekommen und habe mir an den Kopf gefasst als ich die ganzen positiven Rezis dazu gelesen hatte. Für mehr als 1,5 von 5 Sternen hat es bei mir definitiv nicht gereicht. Das da auf LB so massiv geschoben wurde fiel mir gar nicht auf, da schau ich nicht so in den Bewertungsspiegel. Allerdings hat mich das alles schon gewundert, denn den guten Schnitt bei Amazon hatte das Buch sicher nicht verdient.

    Ich arbeite gerne mit Autoren zusammen, allerdings wenn jemand kommt und meine Meinung nicht akzeptieren will, kann ich auch echt grantig werden. Das Reziexemplar ist nunmal nur die Garantie, dass ich das Buch lese und nicht, dass es positiv bewertet wird. Wer was anderes will, darf das Buch gerne behalten und wer nicht schnallt, dass selbst schlechte Presse besser ist als gar keine, hat eh was nicht gerafft.
    Verlage haben bisher immer akzeptiert, wenn meine Bewertung mal nicht positiv waren ohne mich gleich rauszuwerfen.

    Liebe Grüße
    Noctana

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    1. Hey :)

      ja, ich hab eigentlich von allen Bloggern auch gehört, dass es maximal mittelmäßig ist, aber sicher nicht solche Begeisterung auslöst, wie bei manchen Rezensenten.

      Jap, ich würde es mir auch nicht gefallen lassen, wenn mich ein Autor mundtot machen möchte. Allerdings hat man als Blogger auch noch mal andere Möglichkeiten, wie wenn man "nur" bei LB, Facebook oder Amazon aktiv ist.

      Liebe Grüße
      Lena

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  15. Liebe Lena,

    ein sehr guter Beitrag - und zugleich sehr erschreckend. Ich finde es schade, wenn Blogger ihre Integrität und Authentizität aufgeben und ein schlechtes Buch positiv bewerten, weil sie es nun mal kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen haben. Ich selbst achte immer sehr darauf, dass meine Rezension nicht von meinen Gefühlen für einen Verlag oder Autor beeinflusst werden. Denn natürlich ist es nicht schön, wenn man ein Buch von einem Autor, den man mag und möglicherweise sogar persönlich kennt, negativ zu bewerten. Aber man muss nun mal ehrlich sein, alles andere wäre unfair.

    Dass Autoren selbst dazu beitragen, dass gekaufte positive Rezensionen das Internet fluten oder kritische Rezensionen negativ bewertet werden, finde ich unverschämt, geradezu kriminell, denn es ist nichts anderes als Betrug. Daher finde ich es toll, dass du hier Aufklärungsarbeit leistest.

    Mir ist es übrigens auch schon mehrfach passiert, dass ich auf diese vermeintlich begeisterten Rezensionen zu SP-Büchern hereingefallen bin - einer meiner größten Fehlkäufe war beispielsweise "Aussicht auf Sternschnuppen" von Katrin Koppold. Das hat dazu geführt, dass ich wesentlich seltener Selfpublisher lese und sehr sorgfältig selektiere. Und vorher immer nachfrage, ob das Buch ein Lektorat hatte.

    Liebe Grüße

    Saskia

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    1. Hey :)

      Vielen Dank :)

      Ja, ich finde es auch nicht total super, ein Buch schlecht zu bewerten, aber selbst einem Freund würde ich doch eine ehrliche Rückmeldung geben. Ist doch auch nicht schön, wenn jemand nur positives Feedback bekommt, denkt sein Buch wäre toll und muss dann nach der Veröffentlichung feststellen, dass fremde Leser das gar nicht so sehen.

      Ja, natürlich ist das Betrug und zumindest bei mir steht diese Autorin jetzt auf der "roten Liste". Sie hat sich zwar entschuldigt und versucht das alles geradezurücken, aber auf ihre Bücher habe ich keine Lust mehr.

      Genau so geht es mir auch. Ich schaue eigentlich immer erst, ob ein günstiges eBook bei einem Verlag erschienen ist oder ob es ein Lektorat hatte, ansonsten lasse ich die Finger davon. Ist sicher schade, da mir vielleicht auch ein paar echte Perlen entgehen, aber das Leben ist definitiv zu kurz um diese im großen Haufen der SPs zu finden.

      Liebe Grüße
      Lena

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  16. Hallo Lena,

    ich habe deinen Post schon vor einiger Zeit gelesen, hatte aber keine Zeit, zu kommentieren, was ich jetzt hiermit nachhole. :D
    (Kriege ich jetzt zwei Kekse, weil ich mir das zweimal durchgelesen habe? ^^)

    Ich finde die von dir beschriebenen Beispiele ziemlich ... traurig. Wenn auch leider nicht überraschend.
    Ich meine, letztendlich ist das Kaufen von Meinungen eher kontraproduktiv. Wenn alle wissen, dass die Rezension gekauft ist, gibt niemand mehr was auf die Meinung, während man, wenn man weiß, dass die Rezensionen ehrlich sind, viel eher sich darauf auch verlässt.

    Und Kritikpunkte bedeuten ja auch nicht zwangsläufig, dass ein Buch schlecht ist. Ich meine, es gibt Punkte, die stören einige mehr als andere - vielleicht kritisiert jemand einen bildreichen Schreibstil, ich mag das aber. (Nur bei einer ehrlichen Rezensionen erhalten wir auch einen Eindruck von dem Buch - bei dem üblichen Phrasengewäsch eher nicht.) Aus dem Grund lese ich mir mittlerweile manchmal auch gezielt negative Rezensionen durch, und entscheide dann, wie sehr mich die Punkte stören oder wie individuell die Kritik ist. Davon abgesehen: Bei den meisten Bloggern weiß man zum Glück, dass sie nicht käuflich sind und kann sich auf ihre Meinungen verlassen.

    Ich selbst wurde bei meinem zweiten RE damals ziemlich ins kalte Wasser geschmissen, weil ich gleich das gar nicht mochte. Aber für mich stand von Anfang an fest, dass ich meine Rezensionen unabhängig davon schreibe, wie ich an die Bücher gekommen bin.
    Natürlich ist es schade und es tut einem leid, wenn man ein RE negativ bewerten muss, aber Geschmäcker sind unterschiedlich. Um das vorzubeugen, frage ich eigentlich auch nur Bücher an, von denen ich mir relativ sicher bin, dass sie mir gefallen.

    Wobei ich sagen muss, dass ich auch nach über drei Jahren Bloggen meine Skala immer noch nicht ganz nutze, einfach, weil ich es nicht schaffe, einem Buch nur einen Stern zu geben. Allerdings unabhängig davon, ob es ein RE ist oder nicht, sondern einfach, weil ich denke, dass jedes Buch, bei dem ich nicht das Bedürfnis habe, es abzubrechen, weil es mich noch einigermaßen unterhaltet, zwei Sterne wert ist. Und da ich glücklicherweise lange kein Buch mehr gelesen habe, bei dem mich allein das Lesen nur noch nervte ... Aber das ist ein anderes Thema.

    Also danke für diesen ehrlichen Post und den damit verbundenen Appell.

    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Hey :)

      Ja, du bekommst zwei Kekse dafür :D

      Genau, ich denke mir auch, dass eine kritische Rezension nicht unbedingt schlimm für den Autor sein muss, da jeder andere Dinge mag.
      Und ja, ich lese auch immer die schlechten Rezis und überlege dann, ob mich das auch stört.

      Dass einem die REs mal nicht gefallen ist Pech, aber kann echt auch mal passieren. Ich glaube, wir suchen uns alle Bücher aus, die uns vermutlich gefallen werden (vermutlich werden REs auch deswegen eher gut bewertet), aber letztendlich weiß man ja nie, ob das Buch gut wird.

      Ich habe auch noch nie einen Stern gegeben, aber ich glaube, wenn ich wirklich mal ein Buch fertig lese, was mich von Anfang bis Ende nervt, ist es so weit. Meist finde ich bei Büchern, die ich beende, doch was positives.

      Liebe Grüße
      Lena

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  17. Hi Lena =)
    Dickes Lob für diesen Beitrag, der ist echt interessant und professionell geschrieben. Hab mir durch den Link mal die Rezensionen zu Schneeelfenherz durchgelesen und finde nicht, dass du paranoid bist. Bei allen diesen begeisterten Rezensionen ist klar und deutlich der selbe Ausdrucksstil zu erkennen und es bleibt immer bei den Kernaussagen: Das Buch sei innovativ, der Schreibstil eine Offenbarung. Da sind eindeutig mehrere Rezensionen von ein und der selben Person geschriebe. Viele Formulierungen wiederholen sich in minimalen Abänderungen (dass es perfekt für den Sommer ist, und dass es um ein unverstandenen Teenager geht) ich meine wie viele Leser dieser Zielgruppe benutzen Ausdrücke wie "geniale mitvollziehbare Metamorphose", oder "Die Sprache von Sanja Schwarz ist plastisch, bewegt und genau."
    Echt traurig, dass die AUtorin das nötig hat, das Buch fasse ich garantiert niemals mehr an.
    Würde es dich stören, wenn ich demnächst einen Beitrag zu diesem Fall schreibe, denn ich finde das echt ein Unding (mit Verlinkung zu dir als "Inspiration" natürlich ?

    Bei meinen eigenen rezensionen bleibe ich fair. Erst gerade habe ich ein Reziexemplar mit kümemrlichen 2/6 bewertet,weil es mir eben nicht gefallen hat und es war auch nicht das Erste, dass schlecht abgeschnitten hat. Man sollte immer seine ehrliche Meinung schreiben und bisher hat noch kein Verlag die Kooperation einegstellt, weil ich ein buch mal nicht gut bewertet habe.

    Wie gesagt, toller Beitrag
    Habe ihn auch gleich in meinem Monatsrückblick verlinkt

    LG Miss Page-Turner

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    1. Hey,

      sorry, dass ich jetzt erst Antwort. Irgendwie schaff ich das manchmal nicht schneller, wenn ich gerade in einer stressigen Phase stecke :/

      Vielen Dank erst mal für dein Lob und deine Verlinkung ♥
      Jap, genau der merkwürdige, blumige Schreibstil kommt echt häufig vor und ist einfach so untypisch.
      Haha, ich auch nicht... aber auch, weil die ehrlichen Meinungen das Buch nicht so besonders finden^^
      Klar, darfst du darüber schreiben. Je mehr Leute hier mal etwas Aufklärungsarbeit leisten, umso besser! Und über den Link dazu würde ich mich auch freuen. Bald habe ich frei, da dauert es dann auch nicht so lange, bis ich auf den Link reagiere ;)

      Liebe Grüße
      Lena

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  18. Hallöchen,
    jedes Mal wenn ich von solchen Horrorszenarien mit Shitstorm und allem drum und dran lese, kriege ich es ein bisschen mit der Angst zu tun. Ich selbst bin ein sehr kritischer Leser, weshalb die Rezensionen nicht immer gut ausfallen. Dass mir das ein Autor mal übel nehmen könnte, kann ich da in gewisserweise nachvollziehen. Ich schreibe selbst und weiß deshalb, wie hart Kritik sein kann. Aber dass dann teilweise eine solche Hetze ausgelöst wird ... das ist erschreckend und traurig!

    Die Diskussion, ob Blogger RE grundsätzlich positiv bewerten, gibt es ja schon ganz lange. Und ganz ehrlich? Sie nervt mich! Sie nervt mich so sehr, denn ich habe RE durchaus schon schlecht bewertet. Natürlich ist man schon mal von Haus aus positiver gestimmt, wenn man in den Briefkasten schaut und ein RE vorfindet. Da geht man schon mit einem anderen Gefühl an das Buch ran. Aber wenn es schlecht ist, ist es schlecht. Und ich glaube, das sagt dann auch so gut wie jeder Blogger.

    Schöner Beitrag!
    Liebste Grüße
    Kate ♥

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    1. Hey,

      sorry, dass es so lange mit dem Antworten gedauert hat. Die letzten Kommentare sind im alltäglichen Wahnsinn irgendwie untergegangen.

      Ja, ich kann verstehen, dass ein Autor nicht mega begeistert reagiert, wenn sein Buch kritisiert wird, aber als Autor muss man einfach damit leben können. Kein Buch gefällt allen Menschen.

      Also ich habe schon das Gefühl, dass REs im allgemeinen eher positive Rezensionen bekommen, könnte mir aber auch vorstellen, dass man bei REs sorgfältiger auswählt und deswegen eher Bücher bekommt, die dem eigenen Geschmack entsprechen.
      Wobei ich ehrlich gesagt, tatsächlich auch anderes gelesen habe. Es gibt Leute, die geben grundsätzlich nicht weniger als 3 Sterne oder veröffentlichen die Rezension dann (evtl. mit Absprache) nicht.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende ♥
      Lena

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  19. Hallo Lena!

    Ich fand deinen Post richtig toll und kann dir da nur zustimmen. Ich bin auch mal über eine hoch gelobte Endlos-Reihe auf amazon gestoßen und wurde da sogar bei facebook drauf aufmerksam gemacht. Als es Teil 1 mal kostenlos gab, habe ich mir den einfach mal zugelegt und gelesen. Ich kann die Hunderte 5-Sterne-Bewertungen einfach nicht nachvollziehen und mir drängte sich beim Lesen dieser immer wieder der Gedanke auf, ob das denn da alles mit rechten Dingen zugeht. Ich fand das Buch auf keinen Fall schlecht, aber einfach nicht vollkommen ausgreift und nie im Leben 5 Sterne wert.
    Von Autoren die Blogger angehen die ihr Buch negativ bewerten, habe ich zwar schon häufiger gehört, aber zum Glück noch keine Erfahrungen in die Richtung gemacht. Eher im Gegenteil: mir wurde für meine begründete (!!!) Kritik gedankt und ich finde so sollte das auch sein, oder? Denn nur mit solcher Kritik kann man sich auch verbessern, sofern man natürlich den Willen dazu hat.

    Auf jeden Fall fand ich deinen Post so toll, dass ich ihn gerne auf meinem Blog geteilt habe (hier)

    LG Jessy

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    1. Hey,

      auch bei dir noch mal Entschuldigung, dass ich noch nicht geantwortet habe!

      Ja, ich habe jetzt auch wieder ein Buch gelesen, was es mal umsonst gab und was alle lieben. Es ist gar nicht schlecht für SP, aber für fünf Sterne fehlt noch einiges. (Vielleicht haben wir ja das gleiche gelesen? :D).

      Ich habe auch schon eine Autorin kennengelernt, die dankbar für die Kritik war, das finde ich total schön und man sieht natürlich daran, dass man hier nichts verallgemeinern kann.

      Vielen Dank fürs Teilen ♥

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende :)
      Lena

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